Verschiffung Nordamerika

„Und ab geht’s nach Nordamerika!“

Nun ja, ganz so einfach funktioniert es dann doch nicht. Wie so viele von euch, haben auch wir das leidige Thema „Fahrzeugalter“ unseres Unimogs 1300L (Baujahr 1984), und somit das Problem eine KFZ-Versicherung für Nordamerika zu bekommen. Da sich dieses Thema ständig ändert, können wir nur Aussagen zum Stand November/Dezember 2017 treffen.

Keine Kfz-Versicherung für Nordamerika – keine Reise nach Nordamerika!

Im heutigen Zeitalter wird jedes Problem im Internet diskutiert, so stoßen wir auf die Firma Seabridge und rufen dort an, da auf deren Website steht, man solle sich im Falle „Wohnmobil älter als 20 Jahre“ an sie wenden.

Tatsächlich besteht die Möglichkeit einer Kfz-Versicherung für Nordamerika. Es gibt nur einen kleinen, aber entscheidenden Haken: Der Wohnmobilaufbau/-umbau muss jünger als das Fahrzeug (20-25 Jahre) sein oder das Fahrzeug wurde erst später als So.KFZ Wohnmobil in den Fahrzeugpapieren umgeschlüsselt. Unter diesen Voraussetzungen erkennt die nordamerikanische Versicherungsgesellschaft möglicherweise das Aufbau-/ Umbaujahr als Fahrzeugalter (Baujahr) an.

Beispiel: Unser Kabinenaufbau ist von Ormocar aus dem Jahr 2003. Wir haben von der Firma Ormocar ein Bestätigungsschreiben über den Umbau des Unimog zum Wohnmobil in 2003 erhalten. Mit diesem Schreiben und der Originalrechnung des Kabinenbaus, sowie Bilder über den Zustand des Fahrzeugs (innen und außen), wandten wir uns über Seabridge an die Versicherung. Dies wurde anerkannt und wir schlossen eine KFZ-Versicherung für Nordamerika (USA und Kanada) für 12 Monate ab und erhielten die Police. Die Versicherung lässt sich leider nur für 6 oder 12 Monate abschließen. Ungenutzte Zeiträume werden nicht erstattet.

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Welche Versicherungsgesellschaft versichert?

Zurzeit versichert allem Anschein nach nur eine einzige Versicherungsgesellschaft Wohnmobile über 25 Jahren. Dies ist die Thum Insurance, mit dieser Seabride und auch Frau Alessie aus den Niederlanden zusammen arbeitet. Preislich besteht kein Unterschied, nach deren Auskunft. Allerdings sollten unterschiedliche Anfragen über beide Agenten, was die Versicherungssumme angeht, vermieden werden. Dies könnte zu einen Versicherungsausschluss seitens Thum Insurance führen.

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Verschiffung von Hamburg nach Halifax

Das Fahrzeug zu verschiffen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Entweder RoRo (Roll On – Roll Off): das Fahrzeug wird an Bord des Schiffen gefahren und im Zielhafen wieder runter. Oder eine Frachtschiffsreise, bei der man mit seinem Fahrzeug gemeinsam die Reise auf dem Frachtschiff antritt. Die Frachtschiffsreise hat den Vorteil, dass du selbst dein Fahrzeug an Bord fährst und wieder runter. Allerdings verschenkt die Rederei solch eine Reise nicht und die Kosten schnellen bei zwei Personen ziemlich nach oben. Natürlich kann auch nur der Fahrzeughalter mit fahren und der andere per Flugzeug hinterher.

Wir entschieden uns für die RoRo-Verschiffung nach Halifax (Kanada), da es eine sichere Route ist und keine Häfen in Afrika angefahren werden, wie bei der Verschiffung nach Südamerika.

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Seabridge ist eine sehr erfahrene Verschiffungs-Agentur, was man auch an den Bewertungen im Internet erkennt. Viele Fragen klären sich im Vorfeld per Telefon. Die Anfrage nach freien Verschiffungsplätzen stellten wir ebenfalls telefonisch. In der Nebensaison sind die Schiffe nicht so voll und es gab einige freie Termine innerhalb der nächsten vier Wochen. Umgehend kam eine Vorabkalkulation der Verschiffung für unser Fahrzeug und die Unterlagen für die Anfrage einer Kfz-Versicherung für Nordamerika, sowie Buchungsunterlagen zur Verschiffung per Email.

Sobald die Kfz-Versicherungspolice eintraf, buchten wir die Schiffspassage für den Unimog. Der komplette Buchungsverlauf lief sehr unkompliziert per Email ab. Im Anschluss an die Buchung sandte Seabridge uns ein umfangreiches Infopaket mit allen Details zur Verschiffung, Fahrzeugablieferung in Hamburg und –abholung in Halifax, erste Adressen in Halifax, sowie Anweisungen zum Wohnmobil seeklar machen.

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Bereits einige Tage vor der Verschiffung konnte der Unimog von uns nach Hamburg zum O’Swaldkai gebracht und kostenfrei abgestellt werden. Die Fahrzeugschlüssel mussten wir abgeben, aber den Schlüssel der abschließbaren Wohnkabine nicht! Der Unimog wurde an Bord gebracht und nach Ablegen des Schiffes übersandte Seabridge die Rechnung der Rederei per Email, die per Überweisung zu zahlen war. Danach kam das Data Freight Receipt auch per Email. Dieser Frachtbrief ist wichtig für die Fahrzeugabholung im Bestimmungsland.

Kurz vor Ankunft des Unimogs (Überwachung per Internet möglich), kontaktierten wir den Spediteur in Halifax per Email und vereinbarten einen Termin, um die Papiere für den kanadischen Zoll abzuholen.

Beim Zoll waren wir nach zehn Minuten wieder draußen. Und ähnlich schnell lief es am Hafen ab, bis wir den Unimog in Empfang nehmen konnten. Auf dem Parkplatz vor dem Hafen verluden wir unseren persönlichen Inhalt aus dem Mietwagen in den Unimog.

Das Infopaket von Seabridge war recht gut, nur bezieht es sich mehr auf die Hauptreisezeit und nicht auf den Winter in Kanada. Alle Stationen waren zwar gut mit GPS-Daten und Lageplan beschrieben, brachten uns nur recht wenig, da vieles im Winter, wie die Kanadier es so schön nennen „CLOSED FOR SEASON“, einfach geschlossen ist.

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Wo haben wir aufgefüllt?

Unsere Gastanks (LPG-Tankflasche von Safefill) konnten wir bei RONA ohne Probleme füllen und zahlten ca. 9€. Die Frischwassertanks befüllten wir kostenlos in Halifax an einer Tankstelle (Canadian Tire).

Die Kanadier sind unheimlich freundlich und hilfsbereit. Egal welches Problem, man muss sie einfach nur fragen und sie zeigen den Weg, indem sie vorausfahren oder geben einen Tipp, wo man garantiert eine Antwort erhält.

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Und was kostet nun der Spaß?

Die Verschiffungskosten werden nach Volumen berechnet. Wir haben mal unser Angebot euch hier eingestellt:

Verschiffung Kanada Berechnung

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Unimog Bergung

In Rumänien sind wir mit unserem Unimog in einem unvorhersehbaren Sumpf eingebrochen. Es folgte eine 6 Stunden Eigenbergung des Unimogs, inmitten eines Bärengebietes, während Blitze am Himmel zuckten und sich ein Gewitter zusammenbraute.

Hier ein kleines YouTube Video dazu:

 

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Griechenland

Sommer, Sonne, Strand und eine Prise Tzatziki

Sicher erhoffen einige einen großartigen Bericht über die geschichtsträchtige Antike Griechenlands und die Andenken der Götter und Philosophen. Leider war das Wetter einfach zu gut, um die Steinreste, die in jedem Dokumentarfilm deutlich imposanter erscheinen, zu fotografieren.

GriechenlandUnimog 1300L GreekGriechenlandOlymp Griechenland (3)

Dafür haben wir ein paar Bilder in petto, die zum Träumen anregen. Von Psarades im Nordosten hinauf zum Olymp, dem höchsten Gebirge Griechenlands. Zahlreiche Wanderwege schlängeln sich die Bergwelt empor. Wer sich vornimmt den Olymp an einem Tag zu erklimmen, sollte besser früh aufstehen. Die ca. 2900 Höhenmeter ziehen sich ganz schön und eine Überquerung an einem Tag kann schon Blasen bringen. Allerdings bieten mehrere Übernachtungsstationen (Reservierung notwendig) ein mehrtägiges Wandererlebnis.

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Griechenland, so bekannt und doch so anders!

Jeder von uns kennt Griechenland und die meisten waren schon einmal dort. Aber kennen wir wirklich dieses Land und seine Leute? Zwei Wochen Urlaub lassen uns nicht wirklich in die Kultur Griechenlands eintauchen. Griechenland, das Land, in dem fast alles verboten ist! Genial ist aber: Niemanden schert es, bis sich jemand beschwert. So wird das Leben sehr entspannt und gemütlich. Auch die 0,5 Promillegrenze nimmt die Polizei, wie alles andere eben, nicht so ernst. Zur Sicherheit nimmt Jago ein paar Roller- Fahrstunden bei Benny. Man weiß ja nie, wer mal mit Fahren dran ist.

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Die Griechen sind herzliche Menschen. Mit einem freundlichen καλή μέρα (kalí méra = Guten Tag) stehen die Türen meist schon offen. Die Verständigung im Land ist nicht sehr schwer, da die meisten Griechen Deutsch oder Englisch sprechen.

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Es gibt aber auch einige Schlitzohren unter den Händlern, die gerne „Touristenpreise“ verlangen. Ob man dies zahlen möchte, oder wieder seines Weges zieht, bleibt jedem selbst überlassen. Wir verhandeln in solchen Situationen gerne, um mit  einem „Win-Win-Geschäft“ von dannen zu ziehen.

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Die griechische Küche ist ein Gaumenschmaus. In den kleinen Gassen, weit hinter der Touristen-Meile, speisen wir immer in kleinen Tavernen. Hier kann man noch einen Blick in den Kochtopf werfen und sich zu vernünftigen Preisen kulinarisch verwöhnen lassen. Wie findet man diese? Ganz nach dem Motto: Wo Einheimische essen gehen, kann es nur gut sein!

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Der Retsina, der typisch griechische Wein, gibt sehr oft Anlass für gesellige Stunden am Strand. So verbringen wir viele schöne Tage mit den Weltenbummlern Frank und Dana mit ihrem Hanomag und Beni und Katrin mit ihrem MB.

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Das kristallklare Meer lädt zum Baden und Fischen ein. Nach erfolglosen Monaten auf Fischfang, bekommt Benny endlich Unterstützung von Beni. Auf Beni und Katrin stoßen wir in der Bucht von Palea Epidhavros. Gemeinsam wollen die beiden Hobby-Fischer es noch einmal versuchen. Unser Schlauchboot liegt ja schon länger in der Kiste und wird zu diesem Anlass aufgeblasen und seetechnisch aufgerüstet. Ist die Motivation der Zwei zu bremsen? Nein, unmöglich. Nach Stunden kehren sie zurück: Ruderbruch, Loch im Boot und müde vom Kampf gegen die Strömung. Schlechter Tag? Nein, sie sind überglücklich, denn sie haben einen Fisch gefangen. Am nächsten Tag gibt es weitere Unterstützung von Makis mit seinem Motorboot. Wein, Bier und leichter Seegang tragen zur Entspannung bei. Das Abenteuer war groß, die Ausbeute leider klein. Es finden sich nur die leeren Flaschen und glückselige Männer im Boot.

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Frei Campen wird in Griechenland überall toleriert, stets nach der Devise: Respekt vor Umwelt, Tier und Mensch! Rücksicht auf die Einheimischen nehmen, steht bei uns ganz oben auf der Liste. Uns ist es wichtig niemals den Eindruck zu erwecken, es wäre unser Land auf dem wir stehen. Dazu zählt auch den Müll ordentlich zu entsorgen und den Platz so zu verlassen, wie man in vorgefunden hat. Auch muss der Camper nicht direkt am Strand stehen, wenn offensichtlich auch Einheimische und Touristen den Strand besuchen. Es kommt einfach auf den Ort an, stille Ecken finden sich überall, um das „Erste-Reihe-Gefühl“ zu genießen.

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Besonders schöne Ecken in Griechenland:

Die Insel Euböa/Evia ist, nach Kreta, die zweitgrößte griechische Insel. Am westlichen Teil der Insel weht meistens eine frische Brise am Strand, die heiße Temperaturen angenehm werden lässt. Durch die Verbindung mit dem Festland über eine Brücke, kommt es einem gar nicht wie auf einer Insel vor. Natürlich gibt es auch zahlreiche Fähren, die zur Insel übersetzen.

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Peloponnes, ist die große südliche Halbinsel Griechenlands. Auf dem Landweg erreicht man diese durch die Überquerung einer der Brücken vom Kanal von Korinth. Nafplio, die ehemalige Hauptstadt Griechenlands, gilt als die schönste Stadt Peloponnes.

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Die schönsten Strände aus weißem, glitzernden Pulversand haben einen Namen: Voidokilia Strand, die berühmte Ochsenbauchbucht, und Ntivari, dem „Golden Beach“. Generell ist die Westküste Peloponnes ein Traum was Strände betrifft, die Ostküste hingegen punktet mit felsenreichen Kiesstränden. Der Elia-Strand ist erwähnenswert, da der verhangene Pinienwald ein wahres Paradies ist. Wer sich schwer zwischen schönen Plätzen entscheiden kann, sollte hier besser nicht hinfahren.

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Hin- bzw. Rückreise nach/von Griechenland

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Mit der Fährgesellschaft „Anek Lines“ von Patras oder Igoumenitsa nach Ancona (Italien), oder andersrum besteht die Möglichkeit für Camping on Bord. Die komplette Überfahrt dürfen wir im Unimog verweilen. Es gibt einen Stromanschluss und einen Schlüssel zur Garage. Jederzeit ist es möglich an Oberdeck zu gehen und wer ein paar Scheine übrig hat, kann sich im Restaurant bedienen lassen. Und alles zum Preis einer Deckspassage. Einfach spitze!

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Rumänien

Rumänien, ein Land, das uns einfach begeistert. Mit unserem Unimog 1300L fahren wir durch die fantastische Bergwelt, staunen über die unberührte Natur und sind fasziniert über die unfassbare Freundlichkeit der Rumänen.

Weitere Eindrücke über Rumänien in unseren Berichten Rumänien – Tipps für eine Reise und Rumänien – Land und Leute.

 

 

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Rumänien – Land und Leute

Die Landschaft und Natur Rumäniens

Rumänien ist ein Land grandioser Landschaften und atemberaubender Natur. Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Die Karpaten, die das Land in einer Art Halbkreis durchziehen versprechen auch den Offroadliebhabern ein 4×4-Abenteuer. Es gibt noch recht viele Braunbären in den Bergen, sowie Luchse, Füchse und Bisons. In manchen Teilen kann man nachts sogar die Wölfe heulen hören. Eine Wanderung durch die Nationalparks bringt einem die unberührte, artenreiche Natur nahe. Immer wieder durchziehen Flüsse die eindrucksvolle Landschaft. Kleine und große Seen laden zum Baden ein. In den Gletscherseen bekommt das Wort Abkühlung eine ganz neue Bedeutung.

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Die Rumänen, ein Volk der ganz besonderen Art

Die Gastfreundschaft der Rumänen ist nicht zu unterschätzen. Sehr oft wurde uns viel geschenkt und egal wo wir standen sind wir mit offenen Armen empfangen worden. Bei einer Übernachtung auf einem privaten Bauernhof wurden wir mit frisch gemolkener Milch verabschiedet. Vom Naturführer und Fährtenleser Sebastian wurden wir zu einer faszinierenden Wanderung durch das wilde Berg- und Waldgebiet mit Bärenbegegnung eingeladen. Im Süden des Landes wurden uns fantastische Plätze von Einheimischen gezeigt und wir wurden von Andi, Carmen und Simona mehrfach mit sehr gutem Essen verköstigt, war es mit Fisch, selbstgemachtem Mozzarella und Feta von der Bäuerin, frischen Blaubeeren aus den Bergen uvm. Eingeladen zum Abendessen mit Wein und Bier und dem legendären Pflaumenschnaps führten sie uns ein bisschen in die rumänische Lebensweise ein. Die Rumänen sehen uns Touristen als Gast in ihrem Land und diese Gastfreundschaft spürt man.

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Die Hilfsbereitschaft der Rumänen und ihre unkomplizierte Art, die Dinge nicht so genau zu nehmen, erlebten wir in Livada. Ein schwerer Sturm mit Hagel zog innerhalb weniger Minuten auf und entwurzelte einen Baum, der direkt in das Dach vom örtlichen Pfarrheim stürzte. Der Pfarrer, der sich schon zur Abendmesse bereit gemacht hatte, nahm es ganz entspannt und stand draußen, wo sich bereits das halbe Dorf versammelt hatte. Innerhalb von 3 Stunden wurde der Baum aus dem Dach gesägt, die Wurzel mit einem Bagger ausgegraben, der Dachstuhl mit neuen Balken ausgekleidet und das Dach an der Stelle neu gedeckt. Als es dunkel wurde war alles fertig, nur noch das Loch im Boden und die herumliegenden Äste erinnerten an das Chaos.

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Das Leben der Rumänen findet draußen statt. Es kommt einem so vor, das ein Dorf direkt an das andere Dorf anschließt und nur das Ortsschild beide trennt. „Früher war es wirklich so“, bestätigen uns Einheimische, „die Hauptstraße war die einzige Straße im Dorf“. Erst später zweigten sich kleinere Straßen von ihr ab und die Dörfer wuchsen in die Breite. Den Menschen ist die Kommunikation mit den Nachbarn und anderen Dorfbewohnern sehr wichtig und deshalb steht vor fast jedem Haus eine kleine Sitzbank. Fröhlich winkend sitzen sie darauf und beobachten das Treiben auf der Straße.

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Der Straßenverkehr in Rumänien ist spektakulär. Von hochwertigen Neuwägen, über uralte Traktoren bis zur Pferdekutsche ist alles vertreten. Eines haben aber alle Fortbewegungsmittel gemein: Alle besitzen ein Kennzeichen, selbst der Pferdewagen auf dem der Bauer 3 Meter über der Straße auf seinem Heu thront. Die Straßen sind bemerkenswert gut, obwohl es immer wieder Strecken mit sehr tiefen Schlaglöchern gibt. Reifenhändler gibt es aber an jeder Ecke.

In unserem Video Rumänien bekommst du noch mehr Eindrücke!

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Was ist mit den Myhtos Gypsis?

Im Norden des Landes haben wir kaum Roma & Sinti getroffen, eher nur am Stadtrand von Großstädten. Die indischen Zigeuner, die von den Rumänen nur Gypsi genannt werden sind in Transsylvanien, dem mittleren Teil von Rumänien, ziemlich verbreitet. Immer wieder trafen wir auf  Planwagen, gezogen von Pferden, und den bunt gekleideten indischen Nachkommen. Die Gypsis sind sehr arme Menschen und bedienen sich der Natur, was nicht zu verurteilen ist. Allerdings kommen sie auch zeitweise ihrem Ruf als „Langfinger“ nach, den wir aber nicht bestätigen können, da uns nie etwas gestohlen wurde. Die Rumänen bestätigen aber, dass sie gerne um Geld fragen und das rumänische System nicht akzeptieren, indem sie ihre Kinder nicht in die Schulen schicken und keine Steuern zahlen. Letztendlich gibt es recht wenig Zigeuner in Rumänien im Vergleich zu der rumänischen Bevölkerung. Die meisten Gypsis sind nach Westeuropa gewandert. Auch hier hat sich die Willkommenspolitik mancher Länder bereits herumgesprochen.

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Besondere Reize in Rumänien

Rumänien, das Land der bunten Häuser. Kurz hinter Negresti-Oas liegt das Dorf Certeze. Dort kann man die Straße der Villen bestaunen. Die mit Marmor und Gold verzierten Häuser reihen sich kilometerlang an der Hauptstraße aneinander.

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Eine weitere Attraktion ist der weltweit berühmte „Fröhliche Friedhof“ (Cimitirul Vesel) in Sapanta. Der Name entstand durch die lustigen Verse und Seitenhiebe, die sich auf den Verstorbenen beziehen. Der damalige Holzschnitzer wollte dem Tod etwas Farbe geben und begann mit dieser mittlerweile entstandenen Tradition des Dorfes.

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Die Transalpina (DN67C) gehört zu unseren Lieblingsstrecken in Rumänien. Wer sie von Süden anfährt, kommt ziemlich schnell in den Genuss großer Steigungen und enger Kurven. Überall kann man von der Straße abfahren und auf Wiesenflächen stehen. Eine Übernachtung auf über 2000 Höhenmetern mit fantastischer Aussicht hat einen ganz besonderen Reiz. Es kann aber auch im Hochsommer (30 Grad im Tal) dort oben empfindlich kühl (ca. 5 Grad) werden. Der dicke Pullover sollte eingepackt werden.

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Die transfogarasche Hochstraße (DN7C), besser unter dem Namen Transfagarasan bekannt, ist die zweithöchste Karpatenüberquerung in Rumänien. Von Norden angefahren offenbart sich eine spektakuläre Aussicht auf die serpentinenreiche Straße unterhalb. Steile Bergwände fallen direkt am Straßenrand ab. Der Beifahrer sollte schwindelfrei sein.

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Offroadstrecken gibt es überall in den Karpaten. 4×4-Freunde können voll auf ihre Kosten kommen. Wer sich nicht alleine in ein Abenteuer traut oder nicht das geeignete Equipment besitzt, um sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, kann sich den zahlreichen geführten Touren anschließen. Das Handynetz ist in den Bergregionen eher schlecht und man trifft nicht oft auf Menschen. Wer auf einsamen Feldwegen unterwegs ist kann die Stille der unberührten Natur vollends genießen.

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Weiteres in unserem anderen Bericht Rumänien – Tipps für eine Reise.

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Rumänien – Tipps für eine Reise

Wie funktioniert die Maut in Rumänien?

Rumänien teilt, wie alle mautpflichtigen Länder, die Fahrzeuge auch in unterschiedliche Kategorien ein. Wir, mit unseren zwei Achsen und 7,49 Tonnen, gehören der Kategorie C an. Die Rovinieta für Rumänien holten wir direkt an der Grenze bei C.N.A.I.R ACI BORS und bezahlten für 30 Tage 32 Euro. Im Vergleich zu Ungarn ist sie günstiger (dort kostete die Vignette 40 Euro für 1 Monat). Wichtig ist das Kennzeichen zu kontrollieren, denn die elektronische Vignette scannt die gespeicherten Kennzeichen und Fahrzeugdaten über ein in das Straßennetz integriertes Kamerasystem ab. Wurde das Kennzeichen falsch einspeichert kann es zu teuren Überraschungen kommen. Die Rovinieta sollte nur an Tankstellen und offiziellen Verkaufsstellen, die den Zugang zum Mautsystem und die Verkaufsberechtigung haben, gekauft werden. Eine Verlängerung der Rovinieta kann man an jeder namhaften Tankstelle (MOL, Rompetrol, OMV, LUKOIL) kaufen.

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Geldwechsel überall?

Nein. Das Gleiche, wie im Fall der Rovinieta, gilt in Bezug auf Geldwechsel. Es wird überall abgeraten das Geld an kleinen Wechselbuden zu tauschen, denn auch hier können kleine Betrügereien stattfinden und auch in Rumänien gibt es „Blüten“ im Umlauf. Wechseln nur bei einer Bank oder direkt die Währung an einem Bankautomaten abheben. Der Umrechnungskurs beträgt 1 Euro ist ungefähr 4,50 RON.

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Trinkwasserversorgung

Im Land gibt es unzählige Flüsse und Bergquellen. Daher ist es kein Problem sauberes und vor allem kostenloses Trinkwasser zu bekommen. Alle Nase lang gibt es eine Bergquelle. Man muss einfach die Augen offen halten oder die Bevölkerung fragen. Laufen Rumänen mit leeren großen Plastikflaschen am Straßenrand entlang, ist dies immer ein Indiz, dass es in der Nähe Trinkwasser gibt.

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Wäsche waschen unterwegs

In Rumänien gibt es sehr viele, sehr saubere Flüsse. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten die Wäsche mit diesem klaren Wasser zu waschen. Entweder man legt an einem Fluss oder Bach einen Waschtag ein oder man benutzt die mobile Waschmaschine in Form eines Maischefasses.

Wie das funktioniert? Ganz einfach: Frisches Wasser aus dem Fluss einfüllen, ein wenig Waschmittel (eventuell etwas Natron zur Geruchsneutralisierung) dazu, Wäsche rein, Fass schließen und an einer geeigneten Position am Fahrzeug (außerhalb bevorzugt) befestigen. Durch die Sonne wird das Wasser im Fass erwärmt. (Für Kochwäsche kann vorher erhitztes Wasser eingefüllt werden.) Eine kurvenreiche Fahrt oder auch eine Rüttelpiste sorgen für den Waschgang im Fass, der einer Waschmaschine gleicht. Nach 1-2 Stunden Fahrt die Wäsche wieder herausholen, auswringen und aufhängen. Fertig!

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Straßeneinkäufe unterwegs

Beinahe an jedem Straßenrand bieten Rumänien selbst gesammelte Früchte, Beeren und Pilze an, Obst und Gemüse aus dem eigenem Garten oder selbstgemachten Honig und Wein an. Ein kleiner Stopp lohnt sich. Man sollte aber etwas Kleingeld in der Landeswährung dabei haben. An Touristenknotenpunkten kann es allerdings sehr teuer werden.

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Nachtfahrten

Wer in Rumänien nachts mit dem Auto oder Camper fährt, sollte sich auf Überraschungsmomente einstellen. Auf tiefe Schlaglöcher wird nicht hingewiesen. Ebenso könnte die eigene Straßenspur auf einmal zu Ende sein, da der Straßenbelag ein paar Meter tiefer zu finden ist. Beleuchtet werden Baustellen oder Warnschilder, die direkt an der Gefahrenstelle aufgestellt werden, leider nicht.

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Tipps für „Unterwegs in den Balkanländer“

In Ungarn tauschten wir unsere echten Kennzeichen mit TÜV-Plakette gegen Kennzeichen-Kopien ohne Plaketten. Warum? In den östlichen EU-Ländern werden gerne deutsche Nummernschilder geklaut. Diese Kopien kann man in Deutschland in einer Nummernschilddruckerei oder im Internet recht günstig bekommen.

Nummernschildertausch

Aufgrund eigener Erlebnisse raten wir alles verschlossen zu halten, selbst wenn man nur im Fahrzeug sitzt, die Tür an belebten Touristenknotenpunkten von innen abzuschließen. Bei uns haben Langfinger versucht die Tür zu öffnen, obwohl Tanja in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug (3 Meter Entfernung) stand und Benny im Fahrzeug saß. Es ist nur bei dem Versuch geblieben, da sie die Tür nicht öffnen konnten und wir sie verschreckt haben. Ein gesundes Maß an Wachsamkeit ist angebracht.

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Ungarn

Auf der Balkanroute reisen wir mit unserem Unimog 1300L durch Ungarn:

Ungarn Video

Jago’s Erlebnisse in Ungarn findest du hier: Jago in Ungarn

 

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