Kanadas wilder Westen

Kanada gliedert sich im Westen in die Provinzen British Columbia, welche am Pazifischen Ozean liegt, in Alberta, durch die ein Großteil der Nationalparkrouten führt und im Norden in den Yukon und den Northwest Terrotories, die bis in die Arktis und ans Eismeer führen.

Canada wildwest (1)Canada wildwest (2)Canada wildwest (3)Canada wildwest (4)Canada wildwest (5)

Während in fast allen Teilen Kanadas bis Mai noch Schnee und Eis liegt, kann man bereits im März auf Vancouver Island den kanadischen Frühling erleben. Sonnige Temperaturen von bis zu 17 Grad Celsius erwärmen den Boden und die ersten Knospen an Büschen und Bäumen sprießen bereits. Aufgrund des milden Klimas im Südwesten von Kanada tummeln sich bereits die Touristen am Pazifischen Ozean. Eine kleine Expedition durch die Regenwälder lässt uns in die romantische Einsamkeit Vancouver Islands entfliehen.

Canada wildwest (6)Canada wildwest (7)Canada wildwest (8)Canada wildwest (9)Canada wildwest (10)Canada wildwest (11)

Im Sommer kann es aber auch ziemlich warm werden und wir schwitzen im Juni und Juli bei ca. 35 Grad Celsius. Beeindruckend ist die schnelle Schnee- und Eisschmelze. Innerhalb von zwei Wochen sind die restlichen meter hohen Schneeberge einfach verschwunden. Während die Seen noch langsam auftauen und das Eis „singt“, schwitzen wir nach dem langen Winter bereits bei 20 Grad Celsius.

Canada wildwest (12)Canada wildwest (13)Canada wildwest (14)Canada wildwest (15)Canada wildwest (16)

Unsere besten Routen?

Eine der traumhaftesten Routen ist der Sea to Sky Highway 99 ab Vancouver gen Norden, der im folgenden Verlauf auf den Cariboo Highway 97 trifft. Dieser führt weiter hinauf bis Prince George. Grandiose Bergmassive werden durchquert. Umso nördlicher wir kommen, desto ursprünglicher wird es.

Canada wildwest (17)Canada wildwest (18)Canada wildwest (19)Canada wildwest (20)

Eine weitere atemberaubende Strecke ist der Dempster Highway. Hierzu haben wir hier einen eigenständigen Bericht geschrieben.

Canada wildwest (21)Canada wildwest (22)

Natürlich sind auch die Nationalparkrouten, wie zum Beispiel der Icefields Parkway (Highway 93), der zwischen Jasper und Banff verläuft, ein Erlebnis. Das Columbia Icefield, ein großer begehbarer Gletscher, zeigt wie enorm die Rocky Mountains sind. Türkisblaue Seen und dahinter majestätische Berge lassen uns in Ehrfurcht vor der Natur verharren.

Canada wildwest (23)Canada wildwest (24)Canada wildwest (25)Canada wildwest (26)Canada wildwest (27)

Der Alaska Highway von Dawson Creek bis Alaska, führt auch durch den Yukon. Einsamkeit, Ruhe und Natur pur zeichnen diese Provinz aus. Im April und Mai ist von den Touristen noch nicht viel zu sehen und wir fahren teilweise hundert Kilometer ohne einer Menschenseele zu begegnen. Leider gab es in den letzten Jahren sehr viele Waldbrände. Gefühlt fast die gesamte Strecke entlang sind die Überreste der Feuer, ausgelöst durch Blitze oder Unachtsamkeit, zu sehen. Aber die Natur erholt sich und wir sehen viele Bisons, Rentiere, Elche, Erdmännchen und Adler auf dem Weg. Auch die Schwarzbären sind schon wach und tummeln sich am Straßenrand, denn sie haben Hunger nach dem langen Winterschlaf. Einer war besonders gierig und hing oben in der Baumkrone, um sich die Knospen schmecken zu lassen.

Canada wildwest (28)Canada wildwest (29)Canada wildwest (30)Canada wildwest (31)Canada wildwest (32)Canada wildwest (33)

Die Kanadier,

ein Volk für das wir größte Sympathie entwickelt haben. Sieben Monate in Kanada und viele Gespräche haben uns Einblicke in die Wesens- und Lebensart der Menschen dort gegeben. Überall erleben wir nur freundliche und hilfsbereite Menschen. Egal welcher ursprünglichen Herkunft sie sind, alle haben Respekt und viel Toleranz anderen gegenüber. Wir wurden oft nach Hause eingeladen und uns blieb kaum eine Tür verschlossen. Kanadier sind stets für einen kleinen Plausch zu haben und strahlen unheimlich viel Geduld und Interesse aus.

Canada wildwest (34)Canada wildwest (35)Canada wildwest (36)

Was haben wir erlebt?

Wir konnten im Tiefschnee SnowMobil fahren und sind doch tatsächlich bis zur Hüfte versumpft. Mit vereinten Kräften konnten wir uns und auch das Schneemobil befreien und die wilde Fahrt weiter genießen.

Ein echter kanadischer Buschpilot hat uns zu einem Rundflug über die Northern Rockies eingeladen. Kanada von oben zu sehen ist ein grandioses Erlebnis und wir werden dies nie vergessen, sowie auch die Turbulenzen, die die kleine Maschine so richtig durchrüttelten.

Canada wildwest (37)Canada wildwest (38)Canada wildwest (39)

In Watson Lake haben wir den Schilderwald besucht und in Dawson City hat Benny sich der Mutprobe gestellt und den legendären SourToe-Cocktail getrunken. Ein echter menschlicher Zeh wird in einen Schnaps deiner Wahl gegeben. Wer den Zeh verschluckt wird ordentlich zur Kasse gebeten. Hier geht es zum SourToe Cocktail Video.

Canada wildwest (40)Canada wildwest (41)

Freunde, bei denen wir auf der Farm stehen durften, haben uns auf eine Kuhauktion mitgenommen. Wir wurden Zeuge wie die Jungs und Mädels ihre eigens von Hand aufgezogenen Stiere, Schweine und Schafe stolz präsentieren und an den meist bietenden verkaufen.

Canada wildwest (42)Canada wildwest (43)

Auch Jago hat seinen Spaß und erkundet Kanada auf vielen Spaziergängen. Er schließt viele Freundschaften und kennt mittlerweile die kanadische Tierwelt. Leider erregte auch ein toter Rehschädel seine Aufmerksamkeit, den er uns als Geschenk aus dem Wald mitgebracht hat.

Canada wildwest (44)Canada wildwest (45)Canada wildwest (46)Canada wildwest (47)Canada wildwest (48)

Mit dem Quad quer durch den Busch zu brausen und ein paar Rehe aufzuscheuchen, macht ebenfalls viel Spaß. Aber leider lassen dich die Moskitos auch tagsüber nicht in Frieden.

Canada wildwest (50)Canada wildwest (51)Canada wildwest (52)Canada wildwest (53)Canada wildwest (54)

Wenn nachts die Wölfe und Kojoten in unmittelbarer Nähe heulen, und die Bären deinen Grill vom Vorabend nach Essensresten untersuchen, dann weißt du: Du bist in Kanadas wildem Westen!

Canada wildwest (55)Canada wildwest (56)Canada wildwest (57)

Kanada – Eine Eisreise

Im Dezember 2017 verschiffen wir unseren Unimog nach Kanada (Verschiffung Nordamerika). Ziemlich verrückt, bekommen wir oft zu hören. Und tatsächlich wird es eine mehr oder weniger abenteuerliche Reise. Unvorhersehbare Begebenheiten begleiten uns über Wochen, aber zwischendurch päppeln uns die unheimlich gastfreundschaftlichen Kanadier immer wieder auf und sorgen für unser leibliches Wohl.

Aber lest selbst, den ersten Teil unserer Winterexpedition in Kanada:

Am 12.01.2018 nehmen wir ihn in Halifax unseren Unimog in Empfang. Angekommen bei sonnigen 12 Grad Celsius freuen wir uns über den milden kanadischen Winter. Unsere Winterfreude hält genau 2 Tage an, denn dann fällt der erste Schnee und die Temperaturen stürzen in den Minusbereich. Von da an folgen tausende Kilometer Eis und Schnee.

Kanada Eisreise Unimog (24)

 

Was ist auf den Kilometern so passiert?

Kaum in Halifax, das in Nova Scotia liegt, gestartet, stellen wir unweigerlich fest, dass unsere pakistanische LKW-Batterie deutlich nicht für den nordamerikanischen Winter gemacht ist. In Antigonish, eine übrigens sehr hübsche Kleinstadt, bekommt der Unimog eine neue Batterie, die den Minustemperaturen standhält. Die Provinz Nova Scotia ist unheimlich reizvoll. Das Ganze Land ist mit Seen und Flüssen durchzogen, die im Winter zugefroren im Sonnenlicht schimmern und glitzern.

Kanada Eisreise Unimog (17)Kanada Eisreise Unimog (10)Kanada Eisreise Unimog (14)

Der Highway 2 führt durch die Provinz New Brunswick. In Grand Falls zeigt das Thermometer morgens um 11 Uhr -10 Grad Celsius und der Unimog springt das erste Mal sehr mühsam an. Der massive Stahl speichert die Kälte der vergangenen Nacht, so dass die ersten Sonnenstrahlen ihn nicht gerade in Taustimmung versetzen. Das Bremsventil ist eingefroren, was uns auf unserer Reise noch lange begleiten wird. Nach einer halben Stunde bringt Benny den Unimog wieder fahrtauglich und es geht vom Highway 2 auf den Highway 20 in die Provinz Quebec.

Kanada Eisreise Unimog (40)Kanada Eisreise Unimog (1)Kanada Eisreise Unimog (9)Kanada Eisreise Unimog (8)

In der Nähe von Drummondville entdecken wir einen wunderschönen Park. Wir richten uns für ein paar Tage ein, um die vorhergesagten -20 Grad Celsius auszusitzen. Ein Meter Neuschnee fällt, aber Dank unseres Stromgenerators haben wir Strom satt und müssen nicht frieren. Überredungskünste werden benötigt um nicht nur Benny zum Spaziergang zu bewegen, sondern auch Jago zeigt deutlich sein Missfallen an der Kälte. Sein neues Lieblingsplätzchen vor der Heizung gefällt ihm deutlich besser. Da kommt auf einmal der Australier in ihm durch. Nach langer Motivation raffen wir uns alle auf. Beim Parkrundgang hören wir das Knacken und Ächzen der Bäume unter dem Eis und der Schneelast. Schnell lockern wir die vielen Lagen der Kleidung, denn das Stapfen durch Tiefschnee, bringt den Körper trotz der Eiseskälte zum Schwitzen. Die heimischen Vögel werden aufgrund ihrer Futtersuche zutraulicher und setzen zur Landung direkt auf unseren Köpfen und Händen an.

Kanada Eisreise Unimog (37)Kanada Eisreise Unimog (4)Kanada Eisreise Unimog (3)Kanada Eisreise Unimog (13)Kanada Eisreise Unimog (16)

Die Temperaturen steigen nach ein paar Tage wieder auf -9 Grad Celsius und wir nutzen die Chance den Unimog zu starten. Unser Wasservorrat wird knapp, wir müssen wieder los. Über Quebec City, eine Stadt, die uns an eine Industriestadt erinnert, vorbei an Montreal, wieder ins bilinguale Ottawa. Die Provinzen Nova Scotia, New Brunswick und Ontario haben zweisprachige Straßenschilder: Englisch und Französisch. Während die Provinz Quebec sich nur mit der französischen Sprache beschäftigt. Das Einkaufen und die Verständigung werden für uns mit unserem eingestaubten Schulfranzösisch etwas schwieriger.

Kanada Eisreise Unimog (6)Kanada Eisreise Unimog (2)Kanada Eisreise Unimog (5)Kanada Eisreise Unimog (12)

Das berühmte Schild „CLOSED FOR SEASON“ springt uns überall auf dem Weg von Ost nach West ins Gesicht. Wunderbar, denn wir können direkt vor den Provincial Parks usw. übernachten und wunderbare Touren zu Fuß durch die Parks unternehmen. Allerdings macht dies auch die Frischwassersuche für uns problematischer. Die meisten Dumpingstations (Entsorgungsstationen für Abwasser und Versorgung mit Frischwasser) sind abgestellt, geschlossen oder eingefroren, sowie auch fast alle öffentlichen Frischwasseranschlüsse abgestellt sind. Wer offene Campingplätze sucht, wird enttäuscht, oder auch diese haben die Wasseranschlüsse über den Winter außer Betrieb gesetzt. Die Wassersuche führt uns zu einer Tankstelle auf dem Highway 17 zwischen Ottawa und Sudbury. Auch hier kommen wir wieder, wie überall, mit einem sehr freundlichen Kanadier ins Gespräch, der uns kurzerhand auf die Farm seiner Eltern einlädt. Spontan folgen wir ihm und verbringen super schöne Tage mit ihm und seiner Familie. Brenda ist eine begnadete Köchin. Vielen lieben Dank an euch für eure Gastfreundschaft und Bewirtung.

Kanada Eisreise Unimog (32)Kanada Eisreise Unimog (22)Kanada Eisreise Unimog (15)DCIM100GOPROG0011405.JPG

Die nächste Wettervorhersage lässt uns erzittern. Es sind -30 Grad auf unabsehbare Zeit vorhergesagt. Was tun? Mittlerweile ist auch der Abwassertank, trotz Frostschutzzusatz, zugefroren. Wir entscheiden uns, den Unimog das erste Mal auf der Reise durchlaufen zu lassen und Strecke zu machen. Es folgen 3500 km auf dem Trans Canada Highway 1 bis nach Calgary. Die Route führt durch die Provinzen Ontario, Manitoba, Saskatchewan und Alberta. Schneesturm, Eisregen und spiegelglatte Fahrbahnen bringen die Schwachstellen der großen Stollenreifen zu Tage. Die täglichen (Anlauf-)Probleme beginnen sich zu häufen. Bei der morgendlichen Katzenwäsche streikt die Frischwasserpumpe: Eingefroren! Kreativität ist gefordert. Der tief im Schrank verstaute Fön wird rausgekramt und erfüllt mit Hilfe des Stromgenerators seinen Zweck. In der folgenden Nacht macht unsere Dieselheizung komische Geräusche. Die Lager sind wohl sehr kalt, also lassen wir die Heizung auf kleinster Stufe nun auch durchlaufen. Am nächsten Tag fallen die Funktionslampe und die Kühlwassertemperaturanzeige im Cockpit aus. Noch ein Tag später streikt auch die Öldruckanzeige. Im Laufe des Tages bricht uns ein Befestigungskit unserer Dachhaube beim Öffnen weg. Wir brauchen Ersatzteile!

Kanada Eisreise Unimog (39)Kanada Eisreise Unimog (36)Kanada Eisreise Unimog (35)

Zwischen LKWs finden sich immer wieder Schlafplätze. Der eigene Geräuschpegel des Motors lässt die lauten Motoren der kanadischen Trucks verschwinden und wir finden einigermaßen Ruhe zum Schlafen in diesen Tagen. Auf geht’s zur letzten großen Etappe in Richtung Calgary. Wir fahren aus der Parkbucht raus auf den Highway, als die Schaltung einfriert. Wir verlieren unsere komplette Druckluft innerhalb von Sekunden und bleiben liegen. Kein Geschenk bei einspuriger Fahrbahn, meterhohen Schneebergen auf den Seitenstreifen und den von hinten anbrausenden Fahrzeugen. Die eiskalten Winde von – 40 Grad Celsius in der vergangenen Nacht haben dem Unimog zugesetzt. Alles ist eingeeist. Nach Minuten schafft es Benny einen Gang einzulegen und im Kriechtempo rollen wir zurück auf den Parkplatz. Der Truckerfahrer Harry kommt uns entgegen und bietet seine Hilfe an. Eine Problemanalyse und Fehlersuche zu zweit verschafft neuen Mut. Nebenbei weiht Harry Benny in die kanadischen Truckergeheimnisse für Winterbetrieb ein. Nach 2 langen Stunden Fahrzeugenteisung mit Alkohol und Gasbuddy (ein Gasheizstrahler) und einer Menge Geduld werden die von Kälte taub gewordenen Gliedmaßen vor der Heizung aufgewärmt. Heißer Kaffee, der von innen wärmt, wird getrunken und der Unimog rollt mit uns wieder auf den Highway.

Kanada Eisreise Unimog (18)Kanada Eisreise Unimog (19)Kanada Eisreise Unimog (20)Kanada Eisreise Unimog (21)

Hinter Calgary ist es geschafft, die Temperaturen klettern wieder auf frühlingshafte -15 Grad Celsius. Ab hier schalten wir einen Gang runter und beginnen wieder die Reise zu genießen! Die vor uns liegenden Rocky Mountains ziehen uns in ihren Bann.

Kanada Eisreise Unimog (29)Kanada Eisreise Unimog (31)Kanada Eisreise Unimog (25)Kanada Eisreise Unimog (28)Kanada Eisreise Unimog (23)

Ein Ausflug zum Johnston Canyon beeindruckt uns sehr. Eiskletterer versuchen dort die meterhohen, zugefrorenen Wasserfälle zu erklimmen. Über Kamloops und Hope tuckern wir ins schnee- und eisfreie Vancouver und sind erstaunt über die enorm hohe chinesische Population der Stadt. Die Sommerlaune von 15 Grad Celsius kommt über uns und wir beschließen nach Vancouver Island überzusetzen, um uns etwas aufzuwärmen, bevor uns unsere Expedition wieder in den Norden Kanadas führt.

Kanada Eisreise Unimog (26)Kanada Eisreise Unimog (27)Kanada Eisreise Unimog (38)Kanada Eisreise Unimog (34)Kanada Eisreise Unimog (33)

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!

365 Tage „On The Road“

365 Days On The RoadHeute vor einem Jahr haben wir uns aufgemacht, die Welt zu erkunden und wenn möglich zu umrunden. Heute, genau ein Jahr später, stehen wir in Kanada auf Vancouver Island und genießen den beginnenden Frühling. Viel ist passiert und wir haben viel erlebt.

Als Dankeschön haben wir für euch ein kleines Video erstellt.

Vielen lieben Dank, dass ihr uns schon so weit begleitet habt! Wir freuen uns darauf, weitere spannende Erlebnisse mit euch zu teilen.

Auf geht’s in das zweite Jahr…

 

 

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!

Jago fliegt nach Kanada

Jago Kanada

Stellt euch vor, ich bin das erste Mal in meinem Leben mit einem Flugzeug geflogen. Es war eigentlich ganz gut, aber dann ist etwas Schlimmes passiert. Das muss ich euch erzählen:

Frauchen bereitete alles vor und buchte meinen, ihren und Herrchens Flug. Am Morgen des Fluges brachte Frauchens Papa uns zum Flughafen in Frankfurt am Main. „Man, ist das ein großer Flughafen!“ staunte ich. So viele Menschen eilten an uns vorbei.

Zum Glück durfte ich in meiner geliebten Transportbox bleiben und nickerte ein wenig bis es endlich losging. Circa eine Stunde vor Abflug, gab mich Herrchen bei so Flughafenmenschen ab. Die beiden musste ich erstmal erschnüffeln: „OK, passt, die sind in Ordnung.“ Also hüpfte ich wieder in meine Box und die zwei Männer hoben mich vorsichtig auf einen Wagen. Damit fuhr ich dann durch die Gegend und über das Rollfeld. Ganz schön cool, so eine VIP-Behandlung. Eigener Shuttleservice, keine Warteschlange usw..

Jago in Kanada (7)Jago in Kanada (9)

Im Gepäckraum des Flugzeuges brachten mich die Männer an den wärmsten Ort und passten auf, dass meine Box sicher stand. Nach einer Weile wurde es sehr laut und mich drückte es voll zur Seite. „Jetzt fliegen wir“, dachte ich mir, denn davon redete Frauchen vor der Reise. „Das dauert wohl etwas“, also kuschelte ich mich in mein weiches Lieblingskissen und schlief ein.

Plötzlich dröhnte es sehr laut. „Was ist das? Vielleicht das Fahrwerk von dem Herrchen mir erzählt hat?“ Und tatsächlich, der Flieger landete und ich war ganz aufgeregt: „Sehe ich endlich mein Herrchen wieder?“ Aber ich sah ihn nirgends. Fremde Menschen verluden mich und brachten mich wieder zu einem anderen Flugzeug. Dies war nur der Zwischenstopp in Island. Zum Glück ging das Verladen ziemlich schnell. Jetzt weiß ich wenigstens woher der Begriff schweinekalt kommt. „Ja, ich friere bei meinen paar Bauchhärchen! Naja, Herrchen und Frauchen sehe ich wohl erst später.“ Donnernd und dröhnend hoben wir wieder ab, das kannte ich nun schon. Also legte ich mich wieder eine Runde auf mein Fell und schnaubte: „Das dauert bestimmt wieder.“

Jago in Kanada (11)Jago in Kanada (4)Jago in Kanada (3)

„Was war das?“ schreckte ich aus meinem Schlaf auf. Komische Bewegungen begannen, plötzlich sank ich in meiner Box nach unten. „Was ist da nur los?“ dachte ich mir in diesem Moment, „sind das etwa Turbulenzen? Ich hoffe nicht, mein Magen ist ziemlich voll, denn die Fluggesellschaft hat mir ziemlich viel zum Essen gegeben. Herrchen sagte eigentlich ich darf nichts essen, aber wer kann bei Rind mit Lachs in Reis schon widerstehen?!“ Es dröhnte wieder, „Ah, wir landen. Wird auch langsam Zeit, ich müsste nämlich mal. Oh, wie ich mich freue. Bald sehe ich Herrchen und Frauchen wieder.“

Jago in Kanada (8)Jago in Kanada (6)

Da kamen auch schon die Männer, die mich ausluden. „Hilfe, nein“ schrie ich und schlug einen Purzelbaum in meiner Box. Die Männer ließen mich fallen. Mein Käfig drehte sich einmal um mich herum. „Oh ist mir flau im Magen.“ Ich kann nicht an mir halten und musste mich in meine Box erleichtern. Mir ging es gar nicht gut. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass sie meine Sachen, die auf dem Boden verstreut lagen, wieder einsammelten. Eine meiner Transportboxrollen lag noch dort und entfernte sich immer weiter von mir. Ich wimmerte vor mich hin: „Ich habe solche Angst! Was macht ihr nur mit mir? Wo ist meine Familie?“ Ich starrte vor mich hin und nahm wie in Trance wahr, dass sie mich auf einem Wagen fuhren und in einer total lauten, menschenüberfluteten Halle abstellten. Der fremde Mann, der mich schob, verschwand einfach und überließ mich meinem Schicksal. „Herrchen, wo bist du? Ich bin so allein“, winselte ich. Da kam jemand ganz schnell auf den Käfig zu, schaute kurz zu mir und riss die Kabelbinder auf, die meine Tür sicherten. „Hallo, wer ist da?“, verstohlen schaute ich durch die Gittertür: „Herrchen? HERRCHEN! Er kommt und rettet mich. Frauchen sehe ich auch in 20 Metern Entfernung.“ Auf einmal stand ich neben Herrchen und orientierte mich kurz. „Das tut mir so leid, dass ich mein Lieblingskissen versaut habe“, zitterte ich. Da hatte ich den Trinknapf schon vor meiner Nase und schlürfte kräftig Wasser. Frauchen war stinksauer, weil die mich gefüttert hatten. Ich konnte es verstehen: Mir war deswegen auch furchtbar übel. Aber sie streichelte mich so lieb und Herrchen reinigte mich mit feuchten Tüchern. „Was stinkt hier eigentlich so?“ – „Oh, ich glaube das bin ich.“ Frauchen reinigte grob meine geliebte Box, oh wie die müffelte. „Ob die je wieder nach mir riechen wird?“ Leider musste ich nochmal hinein, damit wir durch den Zoll und danach ins Hotel konnten. Endlich kamen wir im Hotel an. Ich wollte mir gerade das Zimmer anschauen, da schnappte mich Herrchen und hob mich in die Luft. „Hey, nicht schon wieder fliegen“ dachte ich mir und landete in einer großen weißen Wanne. „Oh nein, wie ich duschen hasse! Aber mir bleibt wohl nichts anderes übrig. Ich kann mich nämlich nicht mal selber riechen.“ Nach der Dusche und dem Trockenrubbeln, das mag ich übrigens unheimlich gern, schaute ich in den Spiegel: „Wie schön ich wieder aussehe und wie gut ich rieche!“ Schnell an Herrchen angekuschelt, bevor Frauchen mir den Platz wegnehmen konnte: „Das habe ich mir verdient, nach diesem hundselenden Tag.“ Nur mein Kissen vermisste ich etwas, denn das entsorgte Frauchen direkt am Flughafen. Schon döste ich in Herrchens Schoß ein.

Jago in Kanada (12)Jago in Kanada (5)

Durch einen Laut wurde ich wach: „Ist das meine Box?“ Ich stand auf und schnupperte daran. Roch eigentlich wieder ganz gut. Frauchen schaute mich an und sagte, ich solle doch mal hinein schauen. Langsam schob ich meinen Kopf hinein. „Wow, mein Lieblingskissen!“ Überglücklich legte ich mich hin und kuschelte mich auf mein Kuschelkissen. Es roch sogar ganz leicht nach mir, obwohl es etwas kleiner war, als das andere. „Wie ich mein Frauchen liebe, da hat sie wohl ein zweites gehabt und mir nie verraten.“ Glücklich lag ich bei meiner Familie und schnaubte zufrieden: „Jetzt ist alles wieder gut. Kanada, ich komme! Heute nicht mehr, aber spätestens morgäähhhn.“

Jago in Kanada (2)

Wie ich vom Kettenhund zum Weltenbummler wurde, das erfährst du in dieser Geschichte (Jago’s Geschichte) .

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!

Verschiffung Nordamerika

„Und ab geht’s nach Nordamerika!“

Nun ja, ganz so einfach funktioniert es dann doch nicht. Wie so viele von euch, haben auch wir das leidige Thema „Fahrzeugalter“ unseres Unimogs 1300L (Baujahr 1984), und somit das Problem eine KFZ-Versicherung für Nordamerika zu bekommen. Da sich dieses Thema ständig ändert, können wir nur Aussagen zum Stand November/Dezember 2017 treffen.

Keine Kfz-Versicherung für Nordamerika – keine Reise nach Nordamerika!

Im heutigen Zeitalter wird jedes Problem im Internet diskutiert, so stoßen wir auf die Firma Seabridge und rufen dort an, da auf deren Website steht, man solle sich im Falle „Wohnmobil älter als 20 Jahre“ an sie wenden.

Tatsächlich besteht die Möglichkeit einer Kfz-Versicherung für Nordamerika. Es gibt nur einen kleinen, aber entscheidenden Haken: Der Wohnmobilaufbau/-umbau muss jünger als das Fahrzeug (20-25 Jahre) sein oder das Fahrzeug wurde erst später als So.KFZ Wohnmobil in den Fahrzeugpapieren umgeschlüsselt. Unter diesen Voraussetzungen erkennt die nordamerikanische Versicherungsgesellschaft möglicherweise das Aufbau-/ Umbaujahr als Fahrzeugalter (Baujahr) an.

Beispiel: Unser Kabinenaufbau ist von Ormocar aus dem Jahr 2003. Wir haben von der Firma Ormocar ein Bestätigungsschreiben über den Umbau des Unimog zum Wohnmobil in 2003 erhalten. Mit diesem Schreiben und der Originalrechnung des Kabinenbaus, sowie Bilder über den Zustand des Fahrzeugs (innen und außen), wandten wir uns über Seabridge an die Versicherung. Dies wurde anerkannt und wir schlossen eine KFZ-Versicherung für Nordamerika (USA und Kanada) für 12 Monate ab und erhielten die Police. Die Versicherung lässt sich leider nur für 6 oder 12 Monate abschließen. Ungenutzte Zeiträume werden nicht erstattet.

Kanada Unimog Winter (10)

Welche Versicherungsgesellschaft versichert?

Zurzeit versichert allem Anschein nach nur eine einzige Versicherungsgesellschaft Wohnmobile über 25 Jahren. Dies ist die Thum Insurance, mit dieser Seabride und auch Frau Alessie aus den Niederlanden zusammen arbeitet. Preislich besteht kein Unterschied, nach deren Auskunft. Allerdings sollten unterschiedliche Anfragen über beide Agenten, was die Versicherungssumme angeht, vermieden werden. Dies könnte zu einen Versicherungsausschluss seitens Thum Insurance führen.

Kanada Unimog Winter (5)

Verschiffung von Hamburg nach Halifax

Das Fahrzeug zu verschiffen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Entweder RoRo (Roll On – Roll Off): das Fahrzeug wird an Bord des Schiffen gefahren und im Zielhafen wieder runter. Oder eine Frachtschiffsreise, bei der man mit seinem Fahrzeug gemeinsam die Reise auf dem Frachtschiff antritt. Die Frachtschiffsreise hat den Vorteil, dass du selbst dein Fahrzeug an Bord fährst und wieder runter. Allerdings verschenkt die Rederei solch eine Reise nicht und die Kosten schnellen bei zwei Personen ziemlich nach oben. Natürlich kann auch nur der Fahrzeughalter mit fahren und der andere per Flugzeug hinterher.

Wir entschieden uns für die RoRo-Verschiffung nach Halifax (Kanada), da es eine sichere Route ist und keine Häfen in Afrika angefahren werden, wie bei der Verschiffung nach Südamerika.

Kanada Unimog Winter (9)

Seabridge ist eine sehr erfahrene Verschiffungs-Agentur, was man auch an den Bewertungen im Internet erkennt. Viele Fragen klären sich im Vorfeld per Telefon. Die Anfrage nach freien Verschiffungsplätzen stellten wir ebenfalls telefonisch. In der Nebensaison sind die Schiffe nicht so voll und es gab einige freie Termine innerhalb der nächsten vier Wochen. Umgehend kam eine Vorabkalkulation der Verschiffung für unser Fahrzeug und die Unterlagen für die Anfrage einer Kfz-Versicherung für Nordamerika, sowie Buchungsunterlagen zur Verschiffung per Email.

Sobald die Kfz-Versicherungspolice eintraf, buchten wir die Schiffspassage für den Unimog. Der komplette Buchungsverlauf lief sehr unkompliziert per Email ab. Im Anschluss an die Buchung sandte Seabridge uns ein umfangreiches Infopaket mit allen Details zur Verschiffung, Fahrzeugablieferung in Hamburg und –abholung in Halifax, erste Adressen in Halifax, sowie Anweisungen zum Wohnmobil seeklar machen.

Kanada Unimog Winter (8)

Bereits einige Tage vor der Verschiffung konnte der Unimog von uns nach Hamburg zum O’Swaldkai gebracht und kostenfrei abgestellt werden. Die Fahrzeugschlüssel mussten wir abgeben, aber den Schlüssel der abschließbaren Wohnkabine nicht! Der Unimog wurde an Bord gebracht und nach Ablegen des Schiffes übersandte Seabridge die Rechnung der Rederei per Email, die per Überweisung zu zahlen war. Danach kam das Data Freight Receipt auch per Email. Dieser Frachtbrief ist wichtig für die Fahrzeugabholung im Bestimmungsland.

Kurz vor Ankunft des Unimogs (Überwachung per Internet möglich), kontaktierten wir den Spediteur in Halifax per Email und vereinbarten einen Termin, um die Papiere für den kanadischen Zoll abzuholen.

Beim Zoll waren wir nach zehn Minuten wieder draußen. Und ähnlich schnell lief es am Hafen ab, bis wir den Unimog in Empfang nehmen konnten. Auf dem Parkplatz vor dem Hafen verluden wir unseren persönlichen Inhalt aus dem Mietwagen in den Unimog.

Das Infopaket von Seabridge war recht gut, nur bezieht es sich mehr auf die Hauptreisezeit und nicht auf den Winter in Kanada. Alle Stationen waren zwar gut mit GPS-Daten und Lageplan beschrieben, brachten uns nur recht wenig, da vieles im Winter, wie die Kanadier es so schön nennen „CLOSED FOR SEASON“, einfach geschlossen ist.

Kanada Unimog Winter (6)

Wo haben wir aufgefüllt?

Unsere Gastanks (LPG-Tankflasche von Safefill) konnten wir bei RONA ohne Probleme füllen und zahlten ca. 9€. Die Frischwassertanks befüllten wir kostenlos in Halifax an einer Tankstelle (Canadian Tire).

Die Kanadier sind unheimlich freundlich und hilfsbereit. Egal welches Problem, man muss sie einfach nur fragen und sie zeigen den Weg, indem sie vorausfahren oder geben einen Tipp, wo man garantiert eine Antwort erhält.

Kanada Unimog Winter (2)

Und was kostet nun der Spaß?

Die Verschiffungskosten werden nach Volumen berechnet. Wir haben mal unser Angebot euch hier eingestellt:

Verschiffung Kanada Berechnung

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!

Griechenland

Sommer, Sonne, Strand und eine Prise Tzatziki

Sicher erhoffen einige einen großartigen Bericht über die geschichtsträchtige Antike Griechenlands und die Andenken der Götter und Philosophen. Leider war das Wetter einfach zu gut, um die Steinreste, die in jedem Dokumentarfilm deutlich imposanter erscheinen, zu fotografieren.

GriechenlandUnimog 1300L GreekGriechenlandOlymp Griechenland (3)

Dafür haben wir ein paar Bilder in petto, die zum Träumen anregen. Von Psarades im Nordosten hinauf zum Olymp, dem höchsten Gebirge Griechenlands. Zahlreiche Wanderwege schlängeln sich die Bergwelt empor. Wer sich vornimmt den Olymp an einem Tag zu erklimmen, sollte besser früh aufstehen. Die ca. 2900 Höhenmeter ziehen sich ganz schön und eine Überquerung an einem Tag kann schon Blasen bringen. Allerdings bieten mehrere Übernachtungsstationen (Reservierung notwendig) ein mehrtägiges Wandererlebnis.

Olymp Griechenland Unimog (1)OlympOlymp Griechenland Unimog (2)Olymp Griechenland (1)

Griechenland, so bekannt und doch so anders!

Jeder von uns kennt Griechenland und die meisten waren schon einmal dort. Aber kennen wir wirklich dieses Land und seine Leute? Zwei Wochen Urlaub lassen uns nicht wirklich in die Kultur Griechenlands eintauchen. Griechenland, das Land, in dem fast alles verboten ist! Genial ist aber: Niemanden schert es, bis sich jemand beschwert. So wird das Leben sehr entspannt und gemütlich. Auch die 0,5 Promillegrenze nimmt die Polizei, wie alles andere eben, nicht so ernst. Zur Sicherheit nimmt Jago ein paar Roller- Fahrstunden bei Benny. Man weiß ja nie, wer mal mit Fahren dran ist.

Griechenland Weltreise tourdemog (4)Griechenland Weltreise tourdemog (2)Greek Unimog

Die Griechen sind herzliche Menschen. Mit einem freundlichen καλή μέρα (kalí méra = Guten Tag) stehen die Türen meist schon offen. Die Verständigung im Land ist nicht sehr schwer, da die meisten Griechen Deutsch oder Englisch sprechen.

Greek 2017

Es gibt aber auch einige Schlitzohren unter den Händlern, die gerne „Touristenpreise“ verlangen. Ob man dies zahlen möchte, oder wieder seines Weges zieht, bleibt jedem selbst überlassen. Wir verhandeln in solchen Situationen gerne, um mit  einem „Win-Win-Geschäft“ von dannen zu ziehen.

Griechenland Weltreise tourdemog (5)

Die griechische Küche ist ein Gaumenschmaus. In den kleinen Gassen, weit hinter der Touristen-Meile, speisen wir immer in kleinen Tavernen. Hier kann man noch einen Blick in den Kochtopf werfen und sich zu vernünftigen Preisen kulinarisch verwöhnen lassen. Wie findet man diese? Ganz nach dem Motto: Wo Einheimische essen gehen, kann es nur gut sein!

Jago GreekGreek CrabGreek Beach (1)

Der Retsina, der typisch griechische Wein, gibt sehr oft Anlass für gesellige Stunden am Strand. So verbringen wir viele schöne Tage mit den Weltenbummlern Frank und Dana mit ihrem Hanomag und Beni und Katrin mit ihrem MB.

Unimog Greek Weltreise (7)Unimog Greek Weltreise (5)

Das kristallklare Meer lädt zum Baden und Fischen ein. Nach erfolglosen Monaten auf Fischfang, bekommt Benny endlich Unterstützung von Beni. Auf Beni und Katrin stoßen wir in der Bucht von Palea Epidhavros. Gemeinsam wollen die beiden Hobby-Fischer es noch einmal versuchen. Unser Schlauchboot liegt ja schon länger in der Kiste und wird zu diesem Anlass aufgeblasen und seetechnisch aufgerüstet. Ist die Motivation der Zwei zu bremsen? Nein, unmöglich. Nach Stunden kehren sie zurück: Ruderbruch, Loch im Boot und müde vom Kampf gegen die Strömung. Schlechter Tag? Nein, sie sind überglücklich, denn sie haben einen Fisch gefangen. Am nächsten Tag gibt es weitere Unterstützung von Makis mit seinem Motorboot. Wein, Bier und leichter Seegang tragen zur Entspannung bei. Das Abenteuer war groß, die Ausbeute leider klein. Es finden sich nur die leeren Flaschen und glückselige Männer im Boot.

Griechenland Meer Angeln (2)Griechenland Weltreise tourdemog (7)

Frei Campen wird in Griechenland überall toleriert, stets nach der Devise: Respekt vor Umwelt, Tier und Mensch! Rücksicht auf die Einheimischen nehmen, steht bei uns ganz oben auf der Liste. Uns ist es wichtig niemals den Eindruck zu erwecken, es wäre unser Land auf dem wir stehen. Dazu zählt auch den Müll ordentlich zu entsorgen und den Platz so zu verlassen, wie man in vorgefunden hat. Auch muss der Camper nicht direkt am Strand stehen, wenn offensichtlich auch Einheimische und Touristen den Strand besuchen. Es kommt einfach auf den Ort an, stille Ecken finden sich überall, um das „Erste-Reihe-Gefühl“ zu genießen.

Unimog Greek Weltreise (2)Griechenland Weltreise Unimog (2)Griechenland Weltreise Unimog (1)Griechenland Meer Angeln (1)

Besonders schöne Ecken in Griechenland:

Die Insel Euböa/Evia ist, nach Kreta, die zweitgrößte griechische Insel. Am westlichen Teil der Insel weht meistens eine frische Brise am Strand, die heiße Temperaturen angenehm werden lässt. Durch die Verbindung mit dem Festland über eine Brücke, kommt es einem gar nicht wie auf einer Insel vor. Natürlich gibt es auch zahlreiche Fähren, die zur Insel übersetzen.

Unimog Greek Weltreise (6)Unimog Greek Weltreise (3)

Peloponnes, ist die große südliche Halbinsel Griechenlands. Auf dem Landweg erreicht man diese durch die Überquerung einer der Brücken vom Kanal von Korinth. Nafplio, die ehemalige Hauptstadt Griechenlands, gilt als die schönste Stadt Peloponnes.

Greek Landscape tourdemog (2)Greek Landscape tourdemog (5)Greek Landscape tourdemog (1)

Die schönsten Strände aus weißem, glitzernden Pulversand haben einen Namen: Voidokilia Strand, die berühmte Ochsenbauchbucht, und Ntivari, dem „Golden Beach“. Generell ist die Westküste Peloponnes ein Traum was Strände betrifft, die Ostküste hingegen punktet mit felsenreichen Kiesstränden. Der Elia-Strand ist erwähnenswert, da der verhangene Pinienwald ein wahres Paradies ist. Wer sich schwer zwischen schönen Plätzen entscheiden kann, sollte hier besser nicht hinfahren.

Voidokilia OchsenbauchbuchtGriechenland Weltreise tourdemog (9)Unimog Greek Weltreise (1)Griechenland Weltreise Unimog

                                                     

Hin- bzw. Rückreise nach/von Griechenland

Griechenland Fähre (2) (Copy)

Mit der Fährgesellschaft „Anek Lines“ von Patras oder Igoumenitsa nach Ancona (Italien), oder andersrum besteht die Möglichkeit für Camping on Bord. Die komplette Überfahrt dürfen wir im Unimog verweilen. Es gibt einen Stromanschluss und einen Schlüssel zur Garage. Jederzeit ist es möglich an Oberdeck zu gehen und wer ein paar Scheine übrig hat, kann sich im Restaurant bedienen lassen. Und alles zum Preis einer Deckspassage. Einfach spitze!

Griechenland Fähre (4) (Copy)Griechenland Fähre (3) (Copy)

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!

Jago in Ungarn

Hallo Freunde, ich bin‘s Jago. Das letzte Mal erzählte ich euch meine Geschichte, wie ich vom Kettenhund zum Weltenbummler (Jago’s Geschichte) wurde. Mein neues Leben als Weltentdecker gefällt mir sehr gut. Jeder Tag ist anders und ich bin jeden Morgen gespannt was alles passieren wird.

Jago in Ungarn (8)

Meine neue Familie ist toll. Frauchen verwöhnt mich immer, sie bekommt ab und zu mal Ärger deswegen. Herrchen spielt und trainiert jeden Tag mit mir. Ich springe über 1 Meter hohe Baumstämme, klettere am Unimog hoch und springe auch schon hinein. Ihr fragt euch sicher, wie mir der Unimog gefällt. Ich sage euch, es ist richtig cool. Ein richtiges Männerauto, das passt zu Herrchen und mir. Stellt euch vor, ich besitze sogar eine eigene Couch. Die ist richtig bequem, nicht so wie die von den beiden. Die beschweren sich immer, dass ich mich so breit mache. Ich weiß gar nicht was sie haben, ich muss schließlich zwischen den Stinkfüßen liegen.

Jago in Ungarn (5)Jago in Ungarn (29)

Morgens warte ich ganz geduldig, bis die beiden endlich aufwachen. Wenn Frauchen ins Bad geht beginne ich schon mal mit meinem Yoga, da sie etwas mehr Zeit für ihre Fellpflege braucht. Fit für draußen und mit Frühstück gestärkt, wird erstmal die Umgebung erkundet. Mein Lieblings-Plätzchen ist in der Nähe der Hecktüre, denn dort werden meine Leckerlis aufbewahrt. Aber auch drinnen weiß ich ganz genau wann Frauchen was aus den Schränken zaubert.

Jago in Ungarn (32)Jago in Ungarn (33)Jago in Ungarn (6)

Abends ist Kuschelstunde mit Herrchen. Auf dem Boden machen wir es uns gemütlich und ich darf mich nach dem langen Tag an ihn kuscheln. Blitzschnell drehe ich mich auf den Rücken, damit er mir ausgiebig den Bauch kraulen kann. Oh, wie ich das liebe! Das hat im Käfig niemand mit mir gemacht.

Jago in Ungarn (11)Jago in Ungarn (28)

Das erste Land auf meiner großen Reise heißt Ungarn, indem ich schon so viel Neues erlebt habe. Das muss euch unbedingt erzählen:

Wir brauchten so einen Zettel um nach Ungarn zu fahren. Frauchen nannte es Vignette, komisches Wort, oder? „Das war wohl ganz schön teuer“, dachte ich mir, als ich ihr Gesicht sah. Ich würde ihr ja Geld geben, wenn ich nicht so chronisch pleite wäre.

Jago in Ungarn (17)

Gespannt wartete ich auf den ersten langen Halt in Ungarn. Als es dunkel wurde hielt mein neues Zuhause an einer Kirche im Ort Halászi. Das Dorf habe ich noch schnell erschnüffelt und fand es ganz nett, aber die ungarischen Menschen haben mich sehr unfreundlich angeschaut. „Na, das fängt ja gut an!“ murmelte ich. Nachts musste ich sogar mit einem kurzen „WAU“ für Ruhe sorgen, weil irgendjemand meinte er müsse nicht schlafen.

Jago in Ungarn (3)Jago in Ungarn (4)

Dann ging es weiter zum Balaton. Dies ist ein See, der sehr groß ist. Ich glaube durchschwimmen kann ich nicht, aber planschen. Auf dem Weg zum Balaton staunte Frauchen: „Schau mal, da ist ein schöner See.” Ich schaute aus der Tür und dachte mir: „Das ist aber ein kleiner See. Vielleicht sind wir doch nicht am Balaton?!” Egal, baden ist baden, also los…. PLATSCH! Alle Viere voraus in den See. Nach dem Baden gönnte ich mir ein Schläfchen im Schatten unterm Unimog, als plötzlich wildes Gebell aufkam. „Ruhe dahinten!”, bellte ich zurück. Es kamen ein fremder Mann und eine fremde Frau mit vier anderen Hunden. Schnell brachte mich mein Herrchen im Unimog in Sicherheit. Wer weiß wie die so drauf sind? Der Mann schnauzte Herrchen an und wir sollten sofort verschwinden. „Privatplatz”, sagte er. Komisch, es ist doch ein Picknickplatz mit Touristeninformation. Herrchen entschuldigte sich und war echt sauer, weil der Mann so unfreundlich war. Irgendwie gefallen mir diese ungarischen Menschen nicht. So mussten wir meinen schönen Spielplatz verlassen und mein Spielzeug lag auch noch im See. Man, war das ein blöder Tag!

Jago in Ungarn (13)Jago in Ungarn (14)

Ein paar Tage später brauchten wir Frischwasser. Dieses holen die beiden immer von Quellen. Quelle hört sich nicht nach Autobahn oder Landstraße an. Ich bin ja mal gespannt wo es hingeht. Nach einer Weile bog Herrchen auf einen Feldweg ab, und es begann zu schaukeln. Oh, daran muss ich mich noch etwas gewöhnen! Ich legte mich auf den Boden: „Achtung Kurve!“ und ich rutschte nach rechts. Ein Schlagloch folgte und ich lernte die linke Seite besser kennen. Nach den ersten Kurven schaute ich ziemlich skeptisch und Frauchen legte mir einen Anti-Rutsch-Teppich unter. Ja, so ging’s besser!

Jago in Ungarn (30)Jago in Ungarn (26)

An der Quelle angekommen genehmigte ich mir ein Nickerchen während die beiden das Frischwasser auffüllten. Gegen Abend fanden wir einen fantastischen Übernachtungsplatz zwischen den Feldern. Schwups, sprang ich aus dem Unimog und tobte mich mit Herrchen erstmal aus. Zwischen den Bäumen konnten wir ideal Verstecken spielen. Ihr glaubt nicht was dann passierte: Die Polizei kam und wollte unsere Ausweise sehen. Die dachten echt wir wären Zigeuner. Sowas, der Unimog schaut doch nicht wie ein Planwagen aus?! Aber die Polizisten waren sehr nett und erlaubten uns zu bleiben.

Jago in Ungarn (10)Jago in Ungarn (7)

Jago in Ungarn (25)

Wieder unterwegs navigierte Frauchen (wie immer) und schickte Herrchen auf einen Schotterweg. Endlos holperten wir zwischen Weizen und Mais dahin. Über eine Stunde quälten wir uns über die sehr ausgewaschenen Wege und ich dachte schon die Stimmung kippt im Fahrerhaus. Denkt bloß nicht ich wäre daran Schuld, ich sitze immer ganz brav hinten. Auf einmal stoppte der Unimog und Frauchen kam nach hinten. Das ist meistens ein gutes Zeichen, dafür dass wir einen Platz gefunden haben (oder sie mal wieder einen Schrank offen gelassen hat). Ich schaute sie kritisch an, aber sie öffnete die Aufbautür. Schnell schob ich meinen Kopf durch den Spalt, muss ja schließlich wissen was los ist: „Wow, wir stehen auf einer kleinen Waldlichtung!”

DCIM101MEDIADJI_0001.JPGJago in Ungarn (18)DCIM101MEDIADJI_0013.JPG

Eines Morgens, ich gönnte mir gerade ein Nickerchen im Schatten, kam ein Esel angelaufen und schaute nach was wir dort machten. „Wir wohnen hier, was denn sonst?” wauzte ich ihm zu. Da markierten Herrchen und ich schon extra unser Revier und der Esel hat es trotzdem nicht kapiert.

Jago in Ungarn (23)Jago in Ungarn (19)Jago in Ungarn (20)

Ich spielte Fangen mit den Vögeln, was aber kein Spaß machte, weil sie immer gleich beleidigt davon sausten. Die Fliegen spielen da schon länger mit. Allerdings schmecken die nicht so gut, da sind mir die Bienen viel lieber oder Herrchens Chips, die ich ab und zu stibitze.

Jago in Ungarn (21)

Das nächste Land heißt Rumänien und ich bin schon ganz gespannt. Bären soll es dort geben. Ich glaube der Geruch kribbelt schon in meiner Schnauze.

Weitere Eindrücke in unserem Video Ungarn.

 

Fernweh geweckt? Möchtest du immer auf dem neuesten Stand sein, dann trage dich rechts in unseren kostenlosen TOUR-DE-MOG Newsletter ein. Über diesen erhältst du neue Beiträge, Videos, Tipps und Tricks per E-Mail, direkt in dein Postfach!