365 Tage „On The Road“

365 Days On The RoadHeute vor einem Jahr haben wir uns aufgemacht, die Welt zu erkunden und wenn möglich zu umrunden. Heute, genau ein Jahr später, stehen wir in Kanada auf Vancouver Island und genießen den beginnenden Frühling. Viel ist passiert und wir haben viel erlebt.

Als Dankeschön haben wir für euch ein kleines Video erstellt.

Vielen lieben Dank, dass ihr uns schon so weit begleitet habt! Wir freuen uns darauf, weitere spannende Erlebnisse mit euch zu teilen.

Auf geht’s in das zweite Jahr…

 

 

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Unimog Bergung

In Rumänien sind wir mit unserem Unimog in einem unvorhersehbaren Sumpf eingebrochen. Es folgte eine 6 Stunden Eigenbergung des Unimogs, inmitten eines Bärengebietes, während Blitze am Himmel zuckten und sich ein Gewitter zusammenbraute.

Hier ein kleines YouTube Video dazu:

 

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Rumänien

Rumänien, ein Land, das uns einfach begeistert. Mit unserem Unimog 1300L fahren wir durch die fantastische Bergwelt, staunen über die unberührte Natur und sind fasziniert über die unfassbare Freundlichkeit der Rumänen.

Weitere Eindrücke über Rumänien in unseren Berichten Rumänien – Tipps für eine Reise und Rumänien – Land und Leute.

 

 

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Rumänien – Land und Leute

Die Landschaft und Natur Rumäniens

Rumänien ist ein Land grandioser Landschaften und atemberaubender Natur. Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Die Karpaten, die das Land in einer Art Halbkreis durchziehen versprechen auch den Offroadliebhabern ein 4×4-Abenteuer. Es gibt noch recht viele Braunbären in den Bergen, sowie Luchse, Füchse und Bisons. In manchen Teilen kann man nachts sogar die Wölfe heulen hören. Eine Wanderung durch die Nationalparks bringt einem die unberührte, artenreiche Natur nahe. Immer wieder durchziehen Flüsse die eindrucksvolle Landschaft. Kleine und große Seen laden zum Baden ein. In den Gletscherseen bekommt das Wort Abkühlung eine ganz neue Bedeutung.

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Die Rumänen, ein Volk der ganz besonderen Art

Die Gastfreundschaft der Rumänen ist nicht zu unterschätzen. Sehr oft wurde uns viel geschenkt und egal wo wir standen sind wir mit offenen Armen empfangen worden. Bei einer Übernachtung auf einem privaten Bauernhof wurden wir mit frisch gemolkener Milch verabschiedet. Vom Naturführer und Fährtenleser Sebastian wurden wir zu einer faszinierenden Wanderung durch das wilde Berg- und Waldgebiet mit Bärenbegegnung eingeladen. Im Süden des Landes wurden uns fantastische Plätze von Einheimischen gezeigt und wir wurden von Andi, Carmen und Simona mehrfach mit sehr gutem Essen verköstigt, war es mit Fisch, selbstgemachtem Mozzarella und Feta von der Bäuerin, frischen Blaubeeren aus den Bergen uvm. Eingeladen zum Abendessen mit Wein und Bier und dem legendären Pflaumenschnaps führten sie uns ein bisschen in die rumänische Lebensweise ein. Die Rumänen sehen uns Touristen als Gast in ihrem Land und diese Gastfreundschaft spürt man.

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Die Hilfsbereitschaft der Rumänen und ihre unkomplizierte Art, die Dinge nicht so genau zu nehmen, erlebten wir in Livada. Ein schwerer Sturm mit Hagel zog innerhalb weniger Minuten auf und entwurzelte einen Baum, der direkt in das Dach vom örtlichen Pfarrheim stürzte. Der Pfarrer, der sich schon zur Abendmesse bereit gemacht hatte, nahm es ganz entspannt und stand draußen, wo sich bereits das halbe Dorf versammelt hatte. Innerhalb von 3 Stunden wurde der Baum aus dem Dach gesägt, die Wurzel mit einem Bagger ausgegraben, der Dachstuhl mit neuen Balken ausgekleidet und das Dach an der Stelle neu gedeckt. Als es dunkel wurde war alles fertig, nur noch das Loch im Boden und die herumliegenden Äste erinnerten an das Chaos.

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Das Leben der Rumänen findet draußen statt. Es kommt einem so vor, das ein Dorf direkt an das andere Dorf anschließt und nur das Ortsschild beide trennt. „Früher war es wirklich so“, bestätigen uns Einheimische, „die Hauptstraße war die einzige Straße im Dorf“. Erst später zweigten sich kleinere Straßen von ihr ab und die Dörfer wuchsen in die Breite. Den Menschen ist die Kommunikation mit den Nachbarn und anderen Dorfbewohnern sehr wichtig und deshalb steht vor fast jedem Haus eine kleine Sitzbank. Fröhlich winkend sitzen sie darauf und beobachten das Treiben auf der Straße.

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Der Straßenverkehr in Rumänien ist spektakulär. Von hochwertigen Neuwägen, über uralte Traktoren bis zur Pferdekutsche ist alles vertreten. Eines haben aber alle Fortbewegungsmittel gemein: Alle besitzen ein Kennzeichen, selbst der Pferdewagen auf dem der Bauer 3 Meter über der Straße auf seinem Heu thront. Die Straßen sind bemerkenswert gut, obwohl es immer wieder Strecken mit sehr tiefen Schlaglöchern gibt. Reifenhändler gibt es aber an jeder Ecke.

In unserem Video Rumänien bekommst du noch mehr Eindrücke!

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Was ist mit den Myhtos Gypsis?

Im Norden des Landes haben wir kaum Roma & Sinti getroffen, eher nur am Stadtrand von Großstädten. Die indischen Zigeuner, die von den Rumänen nur Gypsi genannt werden sind in Transsylvanien, dem mittleren Teil von Rumänien, ziemlich verbreitet. Immer wieder trafen wir auf  Planwagen, gezogen von Pferden, und den bunt gekleideten indischen Nachkommen. Die Gypsis sind sehr arme Menschen und bedienen sich der Natur, was nicht zu verurteilen ist. Allerdings kommen sie auch zeitweise ihrem Ruf als „Langfinger“ nach, den wir aber nicht bestätigen können, da uns nie etwas gestohlen wurde. Die Rumänen bestätigen aber, dass sie gerne um Geld fragen und das rumänische System nicht akzeptieren, indem sie ihre Kinder nicht in die Schulen schicken und keine Steuern zahlen. Letztendlich gibt es recht wenig Zigeuner in Rumänien im Vergleich zu der rumänischen Bevölkerung. Die meisten Gypsis sind nach Westeuropa gewandert. Auch hier hat sich die Willkommenspolitik mancher Länder bereits herumgesprochen.

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Besondere Reize in Rumänien

Rumänien, das Land der bunten Häuser. Kurz hinter Negresti-Oas liegt das Dorf Certeze. Dort kann man die Straße der Villen bestaunen. Die mit Marmor und Gold verzierten Häuser reihen sich kilometerlang an der Hauptstraße aneinander.

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Eine weitere Attraktion ist der weltweit berühmte „Fröhliche Friedhof“ (Cimitirul Vesel) in Sapanta. Der Name entstand durch die lustigen Verse und Seitenhiebe, die sich auf den Verstorbenen beziehen. Der damalige Holzschnitzer wollte dem Tod etwas Farbe geben und begann mit dieser mittlerweile entstandenen Tradition des Dorfes.

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Die Transalpina (DN67C) gehört zu unseren Lieblingsstrecken in Rumänien. Wer sie von Süden anfährt, kommt ziemlich schnell in den Genuss großer Steigungen und enger Kurven. Überall kann man von der Straße abfahren und auf Wiesenflächen stehen. Eine Übernachtung auf über 2000 Höhenmetern mit fantastischer Aussicht hat einen ganz besonderen Reiz. Es kann aber auch im Hochsommer (30 Grad im Tal) dort oben empfindlich kühl (ca. 5 Grad) werden. Der dicke Pullover sollte eingepackt werden.

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Die transfogarasche Hochstraße (DN7C), besser unter dem Namen Transfagarasan bekannt, ist die zweithöchste Karpatenüberquerung in Rumänien. Von Norden angefahren offenbart sich eine spektakuläre Aussicht auf die serpentinenreiche Straße unterhalb. Steile Bergwände fallen direkt am Straßenrand ab. Der Beifahrer sollte schwindelfrei sein.

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Offroadstrecken gibt es überall in den Karpaten. 4×4-Freunde können voll auf ihre Kosten kommen. Wer sich nicht alleine in ein Abenteuer traut oder nicht das geeignete Equipment besitzt, um sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, kann sich den zahlreichen geführten Touren anschließen. Das Handynetz ist in den Bergregionen eher schlecht und man trifft nicht oft auf Menschen. Wer auf einsamen Feldwegen unterwegs ist kann die Stille der unberührten Natur vollends genießen.

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Weiteres in unserem anderen Bericht Rumänien – Tipps für eine Reise.

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Rumänien – Tipps für eine Reise

Wie funktioniert die Maut in Rumänien?

Rumänien teilt, wie alle mautpflichtigen Länder, die Fahrzeuge auch in unterschiedliche Kategorien ein. Wir, mit unseren zwei Achsen und 7,49 Tonnen, gehören der Kategorie C an. Die Rovinieta für Rumänien holten wir direkt an der Grenze bei C.N.A.I.R ACI BORS und bezahlten für 30 Tage 32 Euro. Im Vergleich zu Ungarn ist sie günstiger (dort kostete die Vignette 40 Euro für 1 Monat). Wichtig ist das Kennzeichen zu kontrollieren, denn die elektronische Vignette scannt die gespeicherten Kennzeichen und Fahrzeugdaten über ein in das Straßennetz integriertes Kamerasystem ab. Wurde das Kennzeichen falsch einspeichert kann es zu teuren Überraschungen kommen. Die Rovinieta sollte nur an Tankstellen und offiziellen Verkaufsstellen, die den Zugang zum Mautsystem und die Verkaufsberechtigung haben, gekauft werden. Eine Verlängerung der Rovinieta kann man an jeder namhaften Tankstelle (MOL, Rompetrol, OMV, LUKOIL) kaufen.

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Geldwechsel überall?

Nein. Das Gleiche, wie im Fall der Rovinieta, gilt in Bezug auf Geldwechsel. Es wird überall abgeraten das Geld an kleinen Wechselbuden zu tauschen, denn auch hier können kleine Betrügereien stattfinden und auch in Rumänien gibt es „Blüten“ im Umlauf. Wechseln nur bei einer Bank oder direkt die Währung an einem Bankautomaten abheben. Der Umrechnungskurs beträgt 1 Euro ist ungefähr 4,50 RON.

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Trinkwasserversorgung

Im Land gibt es unzählige Flüsse und Bergquellen. Daher ist es kein Problem sauberes und vor allem kostenloses Trinkwasser zu bekommen. Alle Nase lang gibt es eine Bergquelle. Man muss einfach die Augen offen halten oder die Bevölkerung fragen. Laufen Rumänen mit leeren großen Plastikflaschen am Straßenrand entlang, ist dies immer ein Indiz, dass es in der Nähe Trinkwasser gibt.

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Wäsche waschen unterwegs

In Rumänien gibt es sehr viele, sehr saubere Flüsse. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten die Wäsche mit diesem klaren Wasser zu waschen. Entweder man legt an einem Fluss oder Bach einen Waschtag ein oder man benutzt die mobile Waschmaschine in Form eines Maischefasses.

Wie das funktioniert? Ganz einfach: Frisches Wasser aus dem Fluss einfüllen, ein wenig Waschmittel (eventuell etwas Natron zur Geruchsneutralisierung) dazu, Wäsche rein, Fass schließen und an einer geeigneten Position am Fahrzeug (außerhalb bevorzugt) befestigen. Durch die Sonne wird das Wasser im Fass erwärmt. (Für Kochwäsche kann vorher erhitztes Wasser eingefüllt werden.) Eine kurvenreiche Fahrt oder auch eine Rüttelpiste sorgen für den Waschgang im Fass, der einer Waschmaschine gleicht. Nach 1-2 Stunden Fahrt die Wäsche wieder herausholen, auswringen und aufhängen. Fertig!

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Straßeneinkäufe unterwegs

Beinahe an jedem Straßenrand bieten Rumänien selbst gesammelte Früchte, Beeren und Pilze an, Obst und Gemüse aus dem eigenem Garten oder selbstgemachten Honig und Wein an. Ein kleiner Stopp lohnt sich. Man sollte aber etwas Kleingeld in der Landeswährung dabei haben. An Touristenknotenpunkten kann es allerdings sehr teuer werden.

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Nachtfahrten

Wer in Rumänien nachts mit dem Auto oder Camper fährt, sollte sich auf Überraschungsmomente einstellen. Auf tiefe Schlaglöcher wird nicht hingewiesen. Ebenso könnte die eigene Straßenspur auf einmal zu Ende sein, da der Straßenbelag ein paar Meter tiefer zu finden ist. Beleuchtet werden Baustellen oder Warnschilder, die direkt an der Gefahrenstelle aufgestellt werden, leider nicht.

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Tipps für „Unterwegs in den Balkanländer“

In Ungarn tauschten wir unsere echten Kennzeichen mit TÜV-Plakette gegen Kennzeichen-Kopien ohne Plaketten. Warum? In den östlichen EU-Ländern werden gerne deutsche Nummernschilder geklaut. Diese Kopien kann man in Deutschland in einer Nummernschilddruckerei oder im Internet recht günstig bekommen.

Nummernschildertausch

Aufgrund eigener Erlebnisse raten wir alles verschlossen zu halten, selbst wenn man nur im Fahrzeug sitzt, die Tür an belebten Touristenknotenpunkten von innen abzuschließen. Bei uns haben Langfinger versucht die Tür zu öffnen, obwohl Tanja in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug (3 Meter Entfernung) stand und Benny im Fahrzeug saß. Es ist nur bei dem Versuch geblieben, da sie die Tür nicht öffnen konnten und wir sie verschreckt haben. Ein gesundes Maß an Wachsamkeit ist angebracht.

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