Sardinien

Mit unserem Unimog 1300L durch Sardinien. Die Offroadpisten und Küstenstraßen werden zu einem ganz besonderen Erlebnis. Unsere Weltreise hat begonnen.

 

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Sardinien – Teil 4

„Der Bulle kommt!“

Nach ein paar schönen Tagen in den Bergen packte uns wieder die Sehnsucht nach Strand. Unsere Reise setzten wir im Süden der Insel fort. Von Burcei, einem kleinen Bergdorf, gelangten wir über die malerisch schöne Bergkulisse zum einsamen Strand Spiaggia di Solanas. Leider war der Parkplatz nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen, deshalb blieben wir nur für eine Nacht. Am nächsten Morgen tuckerten wir gemächlich die Küstenstraße in Richtung Villasimius entlang. Die noch grünen Berghänge setzten einen herrlichen Kontrast zu dem azurblauen Wasser, das zwischendurch türkis schimmerte. Dazwischen hoben sich in den Buchten Sandstrände durch ihr glänzendes Weiß, von der übrigen Landschaft, ab.

 

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Die traumhaft schöne Landschaft der Costa Rei lässt sich am besten über die sehr schmale Küstenstraße betrachten. Der einzige Nachteil ist, dass es wortwörtlich sehr schmal wird. Nachdem wir fast zwischen riesigen Kakteen stecken geblieben wären, entschieden wir uns wieder für die Bundesstraße. So steuerten wir unser nächstes Ziel, den Campingplatz Capo Ferrato, an, um einen Arbeitstag einzulegen. Wäsche waschen, ein kleiner Service und die dringend notwendige Reinigung des Trinkwassersystems standen auf dem Plan.

 

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Nach getaner Arbeit und einer Nacht auf dem Campingplatz, der zwar schön war, aber uns nicht das Gefühl von Sardinien vermittelte, sondern eher jedem anderen Campingplatz Italiens glich, packten wir alles zusammen und fuhren ab Capo Ferrato, der Küstenstraße folgend, über eine Asphaltstraße. Diese endete abrupt und ein ausgewaschener Feldweg trat zu Tage. Dank großer Bodenfreiheit tasteten wir uns gemächlich bergab in Richtung Spiaggia di Feraxi. Andere Wohnmobile, die weder über Bodenfreiheit, noch genügend Geduld verfügten, um sich hier langsam voranzutasten, mussten umkehren oder unterstützten im Nachhinein unfreiwillig die einheimischen KFZ Werkstätten. Angekommen, zwischen unberührten Sanddünen und Pinien, schlugen wir für die nächsten Tage unser Lager auf. Bei Fisch und Wein ließen wir den Abend ausklingen und genossen den klaren Sternenhimmel.

 

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Über die sanften Hügel des Sa Perda Niedda führten schmale, dicht bewachsene Wege entlang der steinigen Küste zu kleinen Buchten mit kristallklarem Wasser. Mitten auf einem dieser Wege entdeckten wir zwei skelettierte Ziegen, die wahrscheinlich im gegenseitigen Kampf abgestürzt waren und Mutter Natur nur ihre Knochen übrig gelassen hat. Das zauberhaft glitzernde Meer lud Benny zum ersten Baden ein. Allerdings endete seine Kneippkur nach circa zwei Minuten.

 

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Unsere Fahrt trieb uns weiter nordwärts über die Gebirgsstraße nach Bari Sardo. Direkt am Strand, vor dem noch verschlossenen Campingplatz, konnten wir ein paar Tage stehen. In der Nähe von Lido di Orri haben wir einen weiteren, sehr schönen Stellplatz an einer kleinen Strandbar entdeckt. Direkt auf einer Wiese und windgeschützt durch Hecken überzeugte der Platz tagsüber durch seine Stille. Nachts allerdings erwachte er zum Leben, da dieser Platz wohl der heimliche Pärchentreff der nahe liegenden Stadt war.

 

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Nachdem uns das Treiben zu bunt wurde, zogen wir weiter. Die Frischwassersuche lotste uns in die Berge zu einer Quelle. Kurz hinter Lanusei, einer richtig tollen Bergstadt, der es an nichts fehlte, befindet sich ein Wasserreservoir mit einer offen zugänglichen Trinkwasserquelle. Mit aufgefüllten Frischwassertanks kurvten wir in den Nationalpark zum Lago Alto del Flumendosa, einem Stausee auf ca. 700 Meter Höhe.

 

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Der ausgesuchte Stellplatz war gleichzeitig Futterstelle für die frei lebenden Kühe. Jeden Abend kamen sie die kargen Hänge hinab, sobald der Bauer mit seinem Jeep um die Ecke bog und warteten geduldig direkt vor unserem Fenster. Auch schauten ein paar Wildpferde und wilde Esel am Straßenrand vorbei.

 

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Bei einem kleinen Spaziergang am Abhang zum See, zwischen den Bäumen hindurch, entdeckten wir viele Kuhknochen und auch einen skelettierten Bullenkopf mit Hörner. Selbst ein noch recht frisch ausgerissenes Kuhbein mit Fellbesatz lag am Waldboden. Benny wollte dies unbedingt fotographieren. Bei dem Versuch näher heran zu kommen, rief Benny: „Lauf zum Unimog! Lauf! Der Bulle kommt!“ Arme und Beine voraus, rannten wir den Abhang hinauf, der Bulle hinterher. Noch nie im Leben, waren wir so schnell bergauf unterwegs gewesen. Am Unimog angekommen registrierten wir, dass der Bulle am Waldrand die Verfolgung aufgab. Ohne Foto und ohne Puste blieben wir am Unimog zurück.

 

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Unser nächster Zwischenstopp war Cala Gonone, um im SB-Waschsalon unsere Wäsche zu waschen. Über die kleine, enge Bergstraße des Monte Rasso gelangten wir zur Bucht Cala Osalla. Nach kurzem Aufenthalt und nettem Plausch mit anderen Offroadern fuhren wir zum sehr großen Strandparkplatz Spiaggia di Berchida.

 

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Dort verriet uns ein sehr sympathisches Rentnerehepaar eine kleine Offroadstrecke, die recht anspruchsvoll sein sollte. Da es Benny zu sehr in den Fingern juckte, brachen wir schließlich dazu auf. Wir bogen vom eigentlichen Weg ab und schlängelten uns einen schmalen Weg zum Fluss. Diesen durchquert, wartete eine 90 Grad-Rechtskurve mit ziemlich starker Steigung auf uns. Der Weg war vom Regen bereits sehr ausgewaschen und die Felsen kamen zum Vorschein. Das Fahrwerk des Unimogs verschränkte sich zunehmend, aber er kämpfte sich langsam hoch. Geschafft! Am Ende der nachfolgenden Querfeldein-Piste dann die Belohnung: Ein Plätzchen direkt am Strand. Wunderschön und abseits gelegen entspannten wir von der aufregenden Fahrt.

 

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Nach ein paar Tagen packten wir spontan zusammen und setzten wieder zum Festland über, denn ein Heimatbesuch stand an, um unser immer noch andauerndes Frischwasserproblem endgültig zu lösen.

 

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Sardinien – Teil 3

Abenteuerliche Frischwassersuche und Pannenhelfer in den Sanddünen

Zusammengepackt ging es wieder weiter südwärts. Unser nächstes Ziel war die abseitsgelegene Bergquelle um unsere Wassertanks wieder zu füllen. Vorbei an alten Kohlminen führte ein anspruchsvoller Offroadweg hoch zur Bergquelle. Tiefhängende, dicke Äste versperrten uns den Weg und Benny musste mehr als einmal auf den Unimog klettern, um die betreffenden Äste mit der Handsäge zu kürzen. Auf dem schmalen Weg, rechts von einer Mauer und links von einem Abhang begrenzt, schlängelte und schaukelte sich der Unimog hinauf. Nach einer 3/4 Stunde erreichten wir die Endstation „Dispensa Muros“ mit der Bergquelle zur rechten Hand. Ein kleines Rinnsal lief aus den Quellleitungen, was die Wasseraufnahme zur 2-Stunden-Aufgabe machte.

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Nach der langwierigen Auffüllung fuhren wir zur großen Wanderdüne Dune di Piscinas d’Ingurtosu an der Costa Verde. Die Anfahrtsstraßen waren für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen begrenzt. Schlecht für uns mit mindestens 7,5 Tonnen. Probieren geht über Studieren, also Weiterfahren und mal schauen wie weit wir kommen. An einer ehemaligen industriellen Hochburg mit verfallenen Minenstollen und Gebäuden vorbei, zeichnete sich der Weg durch größere Erdrutsche ab. Uns war nun auch klar weshalb die 3,5 Tonnen. Immer weit links geblieben und zum Glück ohne Gegenverkehr schwankten wir uns durch große Schlaglöcher hinab zu den Dünen.

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Endlich angekommen am Spaggia Piscinas und der großen Dünenlandschaft, mit ihren goldgelb leuchtenden Sandbergen, lernten wir Emilia mit Lovis und Gesche mit ihrem T3 Bus kennen. Ein lustiger Abend bei Vino folgte und der kleine Lovis erhielt die erste Fahrstunde im Unimog.

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Am nächsten Morgen kamen auch endlich unsere Sandbleche und die Schaufel zum Einsatz. Ein deutscher Camper hatte sich mitten auf einer Sanddüne festgesetzt und konnte nicht mehr vor oder zurück. Nachdem wir als Pannenhelfer erfolgreich waren, und die Bergung nach 1-2 Stunden freischaufeln endete, lernten wir im laufenden Tag die Münchner Wiebke und Björn mit ihrer kleinen Tochter besser kennen. Ein lustiger Tag in den Dünen mit gemeinsamen Essen und Sonnenbad folgte.

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Tags darauf erkundeten wir die Dünenlandschaft. Oben angekommen hatte man einen wunderbaren Blick über die Weite und es war ein Genuss, das grenzenlos scheinende Sandmeer zu betrachten.

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Aufgrund eines Autorennens mussten wir, am Tag der Abreise, einen ca. 2 Stunden langen Umweg auf uns nehmen. Der Umweg über Portu Maga hatte aber auch seinen Reiz. Um die kleinen Bergstraßen des Monte Maiori mit atemberaubender Bergkulisse zu befahren müssen zwei kleine Flüsse durchquert werden. Gegen Abend erreichten wir den Ort Buggeru und hielten für die Nacht an einem Kies-Stellplatz. Dort wurde Benny in die Angelweisheiten bei einem Glas Whiskey von unserem Nachbarn Phil eingeführt.

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Die kleine vorgelagerte Insel Sant‘ Antioco zu besichtigen stand als nächstes auf unserem Plan. Da sich Ostern schon näherte waren sehr viele Urlauber unterwegs. Um einen ruhigen Platz zu finden fuhren wir an der Costa del Sud entlang. Auf einem Felsvorsprung, zwischen Porto Budello und dem kleinen Fischerhafen Porto Tramatzu, stellten wir den Unimog ab. Am folgenden Morgen verlagerten wir zum Capo Malfatano, einem der südlichsten Punkte Sardiniens, und schlugen unser Lager direkt am Strand auf. Nur 10 Meter entfernt lag das türkis und blau schimmernde Meer vor uns. Wir genossen den herrlichen Tag am Meer. Nachmittags entdeckte uns ein einheimischer Allradliebhaber. Nach ausgiebiger Inspektion des Unimogs zeigte er uns die besten Offroadstrecken und schönsten Stellen der Insel auf einer Landkarte. Eine kleine geschichtliche Einweisung auf sardisch folgte. Benny baute eine Feuerstelle an der wir abends einen traumhaften Mondaufgang beobachteten. Blutrot ging der Vollmond über den Bergspitzen auf und verzauberte die Lagerfeuerstimmung.

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Leider hat uns die Corpo Forestrale, die sardesische Waldpolizei, nach einiger Zeit vertrieben. Wir hätten 250€ Strafe zahlen sollen, weil wir im Sand standen, aber da unser Italienisch ja so schlecht ist, haben wir das natürlich nicht verstanden. Letztendlich blieb es auf Englisch bei der Aufforderung den Strand zu verlassen. Mit der Erlaubnis ein Foto vom Unimog zu schießen sind sie schließlich zufrieden von dannen gezogen.

Zeitgleich erhielten wir von den Münchner eine Einladung zur Wanderung am Monte Cresia. Also sind wir nach Brucei gefahren und haben direkt vor der Caserna Forestrale Campuomo übernachtet. Dagegen hatte die Waldpolizei wiederrum nichts. Nach unserem Wandertag durch die herrliche Natur, haben wir am Abend, nach einer nervenaufreibenden Fahrt durch die sehr engen Häusergassen des Bergdorfes Brucei, auf einem kleinen Hügel am Rande des Dorfes unser Nachtlager aufgeschlagen. Nach einer kühlen, windigen Nacht erhielten wir Besuch von einem recht alten, einheimischen Ziegenhirten, der unser Deutsch-Italienisch Wörterbuch für sich entdeckte. Ca. 1 Stunde ließ er uns daraus vorlesen und hat sich köstlich amüsiert. Nach einer Dorferkundung und ein paar getätigten Einkäufen, trennten sich unsere Wege wieder nach einem gemeinsamen Mittagessen. Wir kurvten uns wieder bergab in den Süden der Insel.

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Sardinien – Teil 1

Erste Eindrücke und erste Pannen

Nach einer leicht verzögerten Abfahrt, aufgrund einiger kleiner Pannen (Wasserleitung undicht, Bruch der Ölablassschraube für das hintere Vorgelege und Bremslicht defekt), brachen wir am Freitag, den 17.März 2017, Richtung Sardinien auf. Wir fuhren über die Schweiz nach Italien, da die Maut für Fahrzeuge >3,5 t in Österreich deutlich teurer wäre (ca. 60€), als die Schwerlastabgabe (25€) in der Schweiz.

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Am Sonntag darauf kamen wir mittags im Hafen von Livorno an und begaben uns auf die Suche nach Tickets. Die Tagfahrt am Montagmorgen, von Livorno nach Olbia, mit GrimaldiLines war die günstigste Alternative, die wir buchten. Die Überfahrt dauerte ca. 8 Stunden und wir kamen während der Überfahrt mit vielen netten Menschen ins Gespräch.

Am Abend haben wir unseren ersten Stellplatz, einen kleinen Spot am Meer, in der Nähe von Palau gefunden.

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Nach der ersten Verschnaufpause fuhren wir weiter nach Capo Testa. Wieder fanden wir direkt am Strand einen schönen Platz. Die erste Panne drohte, denn das bereits abgedichtete Wasserleitungsende tropfte wieder. Benny hat es notdürftig mit Dekalin gestopft, was aber leider nicht von langer Dauer war.

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Am nächsten Tag ging es ein Stück weiter Richtung Süden. Wir entdeckten einen wunderschönen Dünenparkplatz direkt am Strand von Rena Majore. Die erhoffte, schnelle Fahrt über die einzelne Düne erwies sich als festgefahrene Situation. Also, Luft aus den Reifen ablassen, Unimog ausbuddeln und das Ganze nochmal von vorne.

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Nach einem ausgedehnten Dünenspaziergang am Strand, hörten wir die Wasserpumpe, die wir vergessen hatten auszuschalten. Schnell schauten wir in den Innenraum und sahen das Dilemma. Circa 40-50 Liter Wasser sind durch das gestopfte Wasserleitungsende in den Innenraum gelaufen. Glück im Unglück war, dass wir schräg standen und fast alles in die Duschwanne geflossen ist und der Wäschekorb den Rest aufgefangen hatte. Schnell den Duschwannenstopfen gezogen und erste Pannenbewältigung betrieben. Da es schön sonnig war, konnte die Wäsche im Sand trocknen und alles ausbaut werden. Der Kunststoff-Weinkorken vom Vorabend wurde zweckentfremdet. Zurechtgeschnitten erwies er sich als guter Stopfen für das Wasserleitungsende. Mal schauen wie lange es hält. Nachdem über Nacht das Holz abgetrocknet war, sägte Benny die Holzverkleidung des Toilettenausschnittes aus, um an die Armaturen zu kommen und den Schaden besser beurteilen zu können. Das Ausmaß hielt sich in Grenzen. Benny baute aus dem herausgesägten Brett zwei Streben und setzte sie ein. So haben wir dadurch sogar einen neuen kleinen Stauraum hinzugewonnen.

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Leider hatte sich durch den Wassereinbruch unser Frischwasser extrem minimiert. Wir wollten noch einen Tag bleiben, also haben wir mit Meerwasser gekocht.

Am nächsten Tag ging es nach Argentiera. Eine Geisterstadt. Verlassene und verfallene Häuser, eine alte Mine und dazwischen ein kleines schönes Café, in dessen Innerem man nicht denken könnte, man ist in einer Ruinenstadt. Eine Anzeigentafel klärte über die Belastung des Strandes und des Meeres mit Gefahrstoffen, wie z.B. Arsen, auf und warnte vor dem längeren Aufenthalt am Strand. Diese stammen vermutlich aus dem Minenabbau. Wahrscheinlich stoppte deswegen auch der Bau einiger Hotels und Anlagen für den Tourismus. Aber dennoch leben hier Menschen, wir wurden sogar mit einem „Grüß Gott“ begrüßt.

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Ganz in der Nähe von Argentiera hielten wir an einem herrlichen Offroad-Park und verbrachten dort ein paar Tage. Dort stockten wir erstmal unser Gewürzregal mit dem, in Massen, wild wachsenden Rosmarin auf. Mit der herzlichen Schweizerin Sarah haben wir einen lustigen Abend bei „Mirto und Pane“ verbracht, bevor es uns weiter südwärts trieb.

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