VW T3 Syncro-Ausbau zum Weltreisemobil

DIY – Ausbaubericht eines VW Busses

Ein Do It Yourself Ausbaubericht, wie wir unseren VW T3 Syncro, der Smudu heißt, zum Weltreisemobil ausbauten. Mit ihm setzen wir nach unserem Unimog unsere Weltreise fort. Warum wir von einem Unimog Weltreisemobil auf einen VW Bus gewechselt haben, könnt ihr in dem Bericht Downsizing lesen. Die Erfahrungen, die wir mit dem Unimog machten, sind goldwert bei Smudu’s Umbau.

Als erstes flog der alte Krempel raus, denn ‚Smudu‘ bekam eine Grundreinigung. Zudem wollten wir über den eigentlichen Zustand und die Substanz Bescheid wissen.

Technische Ausstattung des VW T3 Syncros

Smudu kam bereits mit einem 1,9 TD Motor mit zuschaltbarem Allrad und Sperre. Mit dem höhergelegten Fahrwerk erreichen wir eine gute Bodenfreiheit, die sich bereits im Gelände bewährt hat.

Um die Reichweite zu erhöhen, verbauten wir einen Diesel-Zusatztank mit einem Fassungsvermögen von 80 Liter. Damit erreichen wir eine solide Basis um abgelegene Gebiete zu erkunden.

Ein neues Dach braucht der VW Bus

Wir entschieden uns für ein Aufstelldach. Erstens damit wir Stehhöhe gewinnen, zweitens wird das Fahrzeug an heißen Tagen besser durchlüftet und drittens haben wir die Möglichkeit oben, sowie auch unten zu schlafen. Das Dach haben wir selbst installiert. Es war etwas kniffelig und kostete uns 2 Tagen intensive Muskelkraft.

Hier geht es zum Bericht VW T3 Aufstelldach selber einbauen.

Da der alte Dachhimmel ziemlich vergilbt war, musste ein Neuer her. Leider kam er sehr verknittert an, so dass er erstmal vorsichtig gebügelt werden musste. Ein langer Kampf mit Fensterdichtungen und Dachstreben entstand, aber letzt endlich haben wir es geschafft.

Auf dem Dach verbauten wir ein *Front Runner T3 Dachträger System und sind damit super zufrieden. Die beiden *100W Solarpanele sind einzeln abnehmbar, dadurch können wir im Schatten parken und dank eines guten *MPPT Ladereglers mit integriertem Bluetooth eine beträchtliche Solarausbeute generieren.

Innenausbau des VW T3 Syncros

Der Möbelausbau entstand aus Birke *Multiplex 15mm und Birke *Multiplex 12mm. Als Bodenplatte verwendeten wir eine *Siebdruckplatte. Die umklappbare Sitzbank und die Betttragefläche des Heckstaukastens sind ebenfalls aus einer stabileren *Siebdruckplatte.

Um Gewicht zu sparen und Belüftung der Schränke und Matratze zu sichern, wurde das Holz mit einem *Kreisbohrer 60mm gelöchert. Wir entschieden uns gegen *Push Locks, da diese unserer Erfahrung nach ziemlich schnell Zicken machen und uns schon beim Unimogausbau nervten. Wir installierten verzinkte Klemmhalter, die sich im Offroadbetrieb bereits mehrfach bewährt haben. Bekannt sind sie aus dem Flightcasebau.

Nach langem Überlegen haben wir uns für einen von außen befüllbaren Frischwassertank im Fahrzeug, sowie einen *45L Wassertank inkl. Montagesystem auf dem Dach (ist gleichzeitig unsere Dusche) und zwei *20L Wasserkanister entschieden. Sollte es mal ziemlich kalt werden, haben wir die Möglichkeit nur den Innenraumtank zu befüllen. Aus dem Innentank wird mittels einer *Wasserpumpe das Wasser durch eine Marine-Filteranlage in die Leitung gepumpt und es kommt Trinkwasserqualität aus dem *Wasserhahn.

Wir entschlossen uns für eine *Diesel-Standheizung mit Bedienpanel. Verbaut haben wir sie unter dem Fahrersitz im Batteriekasten. Die *AGM Starterbatterie verlegte Benny nach hinten in den Motorraum.

Es gibt ein paar gute, hilfreiche Bücher, die wir auch selbst verwendeten, die dir den Selbstausbau erleichtern können. Das wären:

Unser absoluter Favorit, wenn es um VW T3 Technik geht ist das Buch

Es ist ein ziemlicher Schinken und auch dementsprechend teuer, aber es beinhaltet dafür sehr viele Details und Explosionszeichnungen, die wir so in keinem deutschen gefunden haben.

Heckträgerinstallation am VW T3

Am Fahrzeugheck brachten wir einen Reserveradhalter rechts und einen schwingbaren, klappbaren Träger links (der als unser Outdoortisch) dient, an. Wer denkt das eine Standardanleitung immer passt, der täuscht sich. Benny kämpfte hart mit dem ummetrischen, amerikanischen Heckträger und gewann.

Rostbehandlung im Rahmen des Ausbaus

Natürlich brauchte ‚Smudu‘ auch eine Schönheitsbehandlung in Form von Rostbehandlung. Im Rahmen des Dachhimmeleinbaus mussten die Fenster sowieso ausgebaut werden und wir konnten ein paar Problemstellen behandeln. Leider riss die Frontscheibe beim Ausbau. Über den Nachtexpress bestellten wir eine neue Scheibe. Diese riss dann gleich beim Einbau. Da bekanntlich Übung den Meister macht, klappte bei Scheibe Nummer 3 alles. Dichtigkeitsprüfung mit ‚Frau Gießkanne‘: „Juhu, alles dicht!“

Insgesamt dauerte unser Vollzeit- Umbau 2 1/2 Monate. Kaputt aber glücklich starten wir im Dezember 2018 in das neue Abenteuer! Unsere Testreise geht nach Marokko, dazu geben wir euch einen kleinen Einblick und was wir dort erlebten hier in diesem Video.

Entdecke mit uns die Welt!

Ein Allrad VW Bus als Weltreisemobil auf Weltreise.

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4 Antworten auf „VW T3 Syncro-Ausbau zum Weltreisemobil“

  1. hi sehr sehr coole Doku! danke dafür 🙂 wir haben auch nen T3 und sind gerade am Anfang des Ausbaus. Wie habt ihr die Planar ins Batteriefach bekommen, bzw wie habt ihrs da mit Ansaugung btz Ausströmung gelöst? Würd mich über weitere pic sehr sehr freuen! lg Regina

  2. Voll der interessante Bericht. Respekt davor was ihr alles geleistet habt um Smudu derart schön und funktional werden zu lassen *drei Daumen hoch*

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